Öffentlicher Dienst

Warnstreiks im Ländertarifkonflikt ausgeweitet - Tausende im Ausstand

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Landesbeschäftigte im Warnstreik.

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Diensts sind am Dienstag mehrere tausend Beschäftigte der Länder für ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn auf die Straße gegangen.

Bei Warnstreikkundgebungen unter anderem in Sachsen, Baden-Württemberg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen riefen Gewerkschaftsvertreter die Arbeitgeber auf, in der dritten Verhandlungsrunde Ende Februar ein Gehaltsangebot vorzulegen. Bei Protesten in Hamburg sprangen einige Streikende in die eiskalte Alster.

In der Hansestadt zogen laut Deutschem Beamtenbund 1500 Streikende in einem Protestmarsch durch die Innenstadt. Die Aktion an der Alster stand unter dem Motto "Der öffentliche Dienst geht baden". In Leipzig beteiligten sich den Angaben zufolge rund 3000 Mitarbeiter des öffentlichen Diensts an Protesten, in Stuttgart mehr als tausend. Von den Warnstreiks betroffen waren demnach unter anderem Landesbehörden und Finanzämter.

Ein Schwerpunkt der Arbeitsniederlegungen in Nordrhein-Westfalen lag nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf Unikliniken, Universitäten und Hochschulen. Etwa 2500 Beschäftigte folgten im einwohnerstärksten Bundesland dem Aufruf zu Warnstreiks. Für die kommenden Tage kündigten die Gewerkschaften weitere Proteste von Landesbediensteten an. So werden am Mittwoch allein in Berlin mehrere tausend Streikende bei einer Kundgebung am Brandenburger Tor erwartet.

Die Gewerkschaften hatten eine Ausweitung ihrer Warnstreiks beschlossen, nachdem die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auch in der zweiten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche kein Angebot vorlegte. Der TdL gehören alle Bundesländer außer Hessen an. Die Tarifverhandlungen werden am 28. Februar in Potsdam fortgesetzt.

In dem Tarifkonflikt fordern die Gewerkschaften sechs Prozent mehr Lohn für die gut 800.000 direkt betroffenen Angestellten der Länder, mindestens aber 200 Euro mehr. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

afp

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