VW kündigt auch in China Rückruf an

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Chinas Aufsichtsbehörden zeigten sich "sehr besorgt" über den Abgas-Skandal. Foto: Peter Steffen

Peking/Wolfsburg (dpa) - Volkswagen hat in der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Dieselautos nun auch in China einen Rückruf angekündigt.

Die Aktion betrifft allerdings nur wenige Modelle, weil die Diesel-Technologie im Reich der Mitte bisher kaum verbreitet ist. Es geht um 1946 Tiguan und 4 Passat, die alle importiert wurden, wie der Autobauer mitteilte.

Chinas Aufsichtsbehörden zeigten sich "sehr besorgt" über den Abgas-Skandal. Während der Wolfsburger Konzern eine förmliche Entschuldigung aussprach, teilte die staatliche Qualitätsaufsicht in Peking mit, sich weitere Schritte je nach Entwicklung vorzubehalten.

VW produziert auf seinem größten Absatzmarkt keine Dieselautos, die auf Chinas Straßen auch keine größere Rolle spielen. "Volkswagen möchte sich aufrichtig für die Unannehmlichkeiten entschuldigen, die unseren Kunden entstehen", hieß es in der VW-Pressemitteilung. Das Unternehmen werde "alles Menschenmögliche tun", um das Vertrauen zurückzugewinnen.

Die Kunden werden vorerst nur informiert, während Volkswagen den chinesischen Behörden noch eine technische Lösung vorlegen muss, wie genau das Problem behoben werden soll. Weltweit geht es um etwa elf Millionen Autos des Konzerns, in denen Software bei Abgastests niedrigere Schadstoffwerte als im Normalbetrieb vorschwindelt. Der neue VW-Vorstandschef Matthias Müller geht davon aus, dass die Rückrufe im Januar 2016 beginnen können.

VW-Mitteilung

Aufsichtsbehörde, Chinesisch

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