Verbraucherschützer reagieren auf ERGO-Skandal

Mehr Transparenz bei Lebensversicherungen gefordert

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Henstedt-Ulzburg - Der Bundesverband der Versicherten (BdV) hat mehr Transparenz bei der Berechnung von Lebensversicherungen gefordert.

Bisher seien die Versicherten der Willkür der Rechenprogramme bei den Assekuranzen ausgeliefert, erklärte der BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein am Dienstag. Es gebe keine Möglichkeit für die Kunden festzustellen, ob das Unternehmen richtig rechne oder nicht. "Die einzige Lösung ist ein gesetzlicher Anspruch auf Nachrechenbarkeit und Transparenz", meinte der Verbraucherschützer.

Kleinlein reagierte damit auf das Bekanntwerden von Hunderttausenden von Berechnungsfehlern beim Versicherer Ergo. Der Verbraucherschützer betonte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, er gehe fest davon aus, dass es kein singuläres Problem bei Ergo sei. Es handele sich vielmehr um ein über Jahrzehnte gewachsenes strukturelles IT-Problem, das wahrscheinlich viele Anbieter betreffe.

Kleinlein sprach sich deswegen auch dagegen aus, Ergo an den Pranger zu stellen. Er finde es eigentlich positiv, dass das Unternehmen das Problem aufarbeite und offensiv auf Kunden zugehe, die ansonsten keine Chance gehabt hätten, den Fehler selber zu erkennen.

dpa

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