Keystone XL Pipeline

Umstrittene Erdöl-Pipeline Keystone XL wird nicht gebaut

Angst vor dem Leck
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Aus einem Leck in der bestehenden Keystone Pipeline sind im US-Bundesstaat South Dakota schon einmal rund 795 000 Liter Öl entwichen.

In Zeiten von Klimawandel haben die Gegner der Öl-Pipeline Keystone XL nach jahrelangem Streit gewonnen. Die Betreiber haben ihr Vorhaben zu den Akten gelegt.

Calgary (dpa) - Das seit vielen Jahren von Umweltschützern bekämpfte Öl-Pipeline-Projekt Keystone XL ist von seinen Betreibern endgültig abgeblasen worden.

Nach Prüfung der verbleibenden Optionen und Rücksprache mit der Regierung der kanadischen Provinz Alberta sei das Vorhaben beendet worden, teilte die TC Energy Corporation in Calgary mit. Damit endet ein langer und zäher Konflikt zwischen der Ölindustrie und Umweltschützern, der auch Gerichte und die Politik in den USA und Kanada intensiv beschäftigte.

Die Entscheidung des Unternehmens und der kanadischen Provinz kommt wenig überraschend. US-Präsident Joe Biden hatte die von Vorgänger Donald Trump erteilte Erlaubnis für den Bau nach seinem Amtsantritt wieder zurückgenommen. Biden folgte damit der Linie von Ex-Präsident Barack Obama, der das Projekt, bevor Trump ins Amt kam, bereits wegen Umweltbedenken untersagt hatte. Keystone XL sollte ein bestehendes Pipeline-System ergänzen, um mehr Öl in die USA zu bringen. Umweltschützer fürchteten klimaschädliche Treibhausgase und Lecks.

© dpa-infocom, dpa:210610-99-930563/4

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