Wert von 140 Milliarden Dollar

Ukraine-News: Russlands Goldschatz wird immer nutzloser - Wohin jetzt mit über 2000 Tonnen?

Goldbarren in einer russischen Fabrik
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Für russische Goldbarren dürften sich derzeit nur schwer Käufer finden.

Russland hat in den vergangenen Jahren eine große Menge Gold angehäuft. Doch nun könnte die Notenbank auf dem Schatz sitzen bleiben.

Moskau - 2300 Tonnen: So viel Gold* besitzt Russland. Der große Schatz des wertvollen Metalls erinnert ein wenig an Dagobert Duck und seinen großen Geldspeicher. Doch Wladimir Putin wird wohl eher nicht voller Glück in seinem Gold-Meer baden. Denn mittlerweile kann er mit dem angehäuften Vermögen im Wert von etwa 140 Milliarden Dollar nicht mehr viel anfangen, wie ntv.de berichtet. Die Sanktionen, welche aufgrund des Ukraine-Krieges* gegen Russland verhängt wurden, machen das Gold zumindest im Handel mit EU-Staaten, den USA und Großbritannien quasi wertlos.

Ukraine-News: Gold - Russland kaufte bereits bei Krim-Besetzung 1000 Tonnen

Zwar können die besagten Länder nicht auf die Goldreserven zugreifen, wie es bei den 600 Milliarden Dollar Devisenreserven der Fall war, aber sie können es Russland schlichtweg nicht abkaufen. Als Russland 2014 die Krim besetzte, kaufte die Zentralbank mehr als 1000 Tonnen Gold – vermutlich bereits in Vorbereitung auf einen Krieg. Jetzt ist genau dieser Fall eingetreten, doch das Gold nützt Putin jetzt trotzdem wenig.

Denn durch die Sanktionen ist das Land von den wichtigsten Goldhandelsplätzen ausgeschlossen. Der Londoner Goldmarktplatz ist in der Branche das wichtigste Handelszentrum. Dort sind seit vergangener Woche jegliche Barren russischer Herkunft verboten. Und auch der US-Senat hat ein Gesetz entworfen, welches den amerikanischen Bürgern alle Transaktionen mit russischem Gold verbietet.

Ukraine-News: Gold - USA will Druck auf Russland erhöhen

Wie Business Insider schreibt, erklärt der Senator Angus King: „Russlands massive Goldreserven sind eine der wenigen verbleibenden Ressourcen, die Putin nutzen kann, um die Wirtschaft seines Landes vor einem weiteren Absturz zu bewahren.“ Weiter macht er deutlich: „Indem wir diese Reserven sanktionieren, werden wir Russland weiter von der Weltwirtschaft isolieren und Putins zunehmend kostspielige Militärkampagne erschweren.“

Aber auch andere Länder, welche keine Sanktionen verhängt haben, lassen lieber die Finger vom russischen Gold. Denn die Angst vor sogenannten Sekundärsanktionen ist groß, wie bloomberg.com erklärt.

Länder wie China und Indien würden noch als potenzielle Handelspartner bleiben. Doch hier müsste Russland wohl große Rabatte gewähren. Mit dem Kauf von russischem Gold könnte China zudem den Unmut der USA auf sich ziehen. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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