Uber-Chef: Mehr als eine Milliarde Dollar Verlust in China jährlich

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Uber-Chef Travis Kalanick auf der DLD (Digital-Life-Design) Konferenz im München. Foto: Tobias Hase

Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber kann über Milliarden Dollar seiner Investoren verfügen. Ein erheblicher Teil geht dabei für die Expansion nach China drauf.

Vancouver (dpa) - Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber lässt sich nach Angaben seines Chefs Travis Kalanick die Expansion nach China Milliarden kosten.

"Wir sind profitabel in den USA, aber wir verlieren über eine Milliarde Dollar pro Jahr in China", sagte Kalanick auf einem Start-up-Event in Vancouver, wie zunächst die kanadische Website "Betakit" berichtete. Uber trifft in China auf starke lokale Rivalen wie Didi Kuaidi.

"Wir haben einen scharfen lokalen Wettbewerber, der in jeder Stadt unprofitabel ist, aber Marktanteile aufbaut", sagte Kalanick demnach, ohne die Konkurrenz beim Namen zu nennen.

Ein Sprecher von Didi Kuadi entgegnete in der "Financial Times", das Unternehmen mache in der Hälfte der 400 Städte, in denen es in China aktiv sei, keine Verluste mehr. Hinter Didi Kuaidi stehen unter anderem die chinesischen Internet-Riesen Tencent und Alibaba. Uber bietet seine Dienste in dem Land in rund 40 Städten an.

Die Äußerungen Kalanicks geben ein Bild davon, wohin die Milliarden gehen, die sich Uber bei Investoren holt. Bisher besorgte sich das Start-up aus San Francisco nach Schätzungen zwischen sechs und zehn Milliarden Dollar für die internationale Expansion. Dabei soll Uber nach Medienberichten in der jüngsten Finanzierungsrunde mit bis zu 60 Milliarden Dollar bewertet worden sein.

Uber bietet eine App an, über die Nutzer Autos mit Fahrer bestellen können. Das Angebot UberPop, bei dem Privatleute mit ihren eigenen Autos unterwegs waren, gab Uber nach heftigem Gegenwind von Taxibranche und Behörden inzwischen weitgehend auf.

Bericht von "Betakit"

Bericht der "Financial Times"

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