Stromriese RWE kündigt nächste Sparrunde an

+
RWE hatte bereits in den vergangenen Jahren in der Verwaltung gespart. Foto: Bernd Thissen

Essen (dpa) - Der angeschlagene Energiekonzern RWE steht vor der nächsten Sparrunde. In einem internen Schreiben kündigte die Unternehmensleitung Ende vergangener Woche neue Einschnitte in der Verwaltung an, wie das "Handelsblatt" berichtete.

In Konzernkreisen sei die Rede davon, die Kosten um "bis zu 30 Prozent in einzelnen Bereichen" zu drücken. Eine Konzernsprecherin bestätigte den Bericht. Die Maßnahmen seien Teil eines ganzen Pakets zur Steigerung der Effizienz. Wie viele Stellen von den neuen Kürzungen in der Verwaltung betroffen sind, wollte sie nicht sagen.

Laut "Handelsblatt" startet das Programm Mitte April in den ersten Bereichen, Ende Juni sollten weitere folgen. RWE reagiert mit den Einsparungen auf die angesichts der Energiewende wegbrechenden Einnahmen im Stammgeschäft mit der Stromerzeugung aus Kohle und Gas.

Vorstandschef Peter Terium hatte bereits bei der Bilanzvorlage im März neue Kostensenkungen angekündigt und die Vorgaben für Effizienzsteigerungen um 500 Millionen Euro auf zwei Milliarden Euro bis 2017 aufgestockt.

RWE hatte bereits in den vergangenen Jahren in der Verwaltung gespart. Auch die Kraftwerkssparte musste erheblich Federn lassen. Ende 2014 hatte RWE noch knapp 60 000 Beschäftigte, gut 5000 weniger als ein Jahr zuvor.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Wegen Preisabsprachen: Rügenwalder muss hohe Strafe zahlen

Wegen Preisabsprachen: Rügenwalder muss hohe Strafe zahlen

Kassen: Flüchtlinge entlasten Krankenversicherung

Kassen: Flüchtlinge entlasten Krankenversicherung

Jeder kennt es von zuhause - und bald gibt‘s das auch bei McDonald‘s

Jeder kennt es von zuhause - und bald gibt‘s das auch bei McDonald‘s

Immer Ärger mit dem Postboten? Beschwerden über die Post nehmen rasant zu

Immer Ärger mit dem Postboten? Beschwerden über die Post nehmen rasant zu

Airline-Gründer Lauda erhält Zuschlag für insolvente Niki

Airline-Gründer Lauda erhält Zuschlag für insolvente Niki

Kommentare