Verkehrsexpertin

Ruf nach Wiedereinführung von Nachtzügen

Reisende gehen zu einem Nachtzug (EuroNight) der ÖBB (Österreichische Bundesbahnen), der zur Abfahrt nach Wien im Bahnhof Altona bereit steht. Foto: Bodo Marks/dpa
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Reisende gehen zu einem Nachtzug (EuroNight) der ÖBB (Österreichische Bundesbahnen), der zur Abfahrt nach Wien im Bahnhof Altona bereit steht. Foto: Bodo Marks/dpa

Saarbrücken (dpa) - Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz der Länder, Anke Rehlinger (SPD), befürwortet eine Wiedereinführung von Nachtzügen bei der Deutschen Bahn.

"Nachtzüge sind eine prima Sache, um auch lange Strecken organisatorisch hinzubekommen", sagte die saarländische Ressortchefin der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

Ein Angebot mit Schlaf- und Liegewagen wäre für eine bessere Anbindung des Südwestens von Deutschland an die Bundeshauptstadt "eine gute Option". Die Bahn wolle die Fahrgastzahlen verdoppeln: "Dann muss sie die Menschen auch abholen", sagte Rehlinger.

Die Deutsche Bahn hatte ihre rund 40 Jahre alten Schlaf- und Liegewagen 2016 den Österreichischen Bundesbahnen vermacht, weil sie damit Verluste einfuhr.

Inzwischen reisen immer mehr Menschen in Mitteleuropa in Nachtzügen: Es gibt Überlegungen, das Angebot weiter auszubauen. Auch die Deutsche Bahn ist daran beteiligt. In welcher Form sie sich engagieren könnte, ist aber noch offen.

Rehlinger sagte: "Die Bahn ist noch bei weitem nicht auf der Höhe der Zeit - wir brauchen eine bessere Anbindung der Regionen, pünktliche Züge und wettbewerbsfähige Preise." Eine "sehr wichtige Entlastung der Bahnfahrer" sei die von der Bundesregierung beschlossene Mehrwertsteuersenkung: Sie führe seit Jahresbeginn zu zehn Prozent niedrigeren Preisen im Fernverkehr.

Verkehrsministerkonferenz

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