Ernte

Rheinhessen und Pfalz ernten die Hälfte des deutschen Weins

Hauptlese
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Ein Erntehelfer im Weingut Braunewell im rheinhessischen Essenheim schüttet einen Eimer mit Spätburgundertrauben in eine Lesebox.

Die Weinlese in Deutschland hat begonnen. Ersten Prognosen zufolge wird etwas mehr geerntet werden als im Vorjahr, es wird aber große regionale Unterschiede in der Erntemenge geben.

Wiesbaden - Etwas weniger Wein in Rheinhessen, etwas mehr in der Pfalz - nach einer Prognose des Statistischen Bundesamts für die gerade begonnene Lese wird die Erntemenge in den beiden größten deutschen Weinanbaugebieten „in etwa auf Vorjahresniveau“ liegen.

Wie bisher entfalle mehr als die Hälfte (56 Prozent) der gesamten deutschen Weinernte auf Rheinhessen und die Pfalz, teilten die amtlichen Statistiker am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Drei Prozent mehr als im Vorjahr

Für ganz Deutschland ist demnach eine Ernte von 8,76 Millionen Hektolitern Weinmost zu erwarten - drei Prozent mehr als 2020, aber leicht unter dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020 mit 8,78 Millionen Hektoliter. Das Deutsche Weininstitut hatte zum Start der Hauptlese am Dienstag in Rheinhessen erklärt, dass es je nach Pilzbefall aufgrund der hohen Feuchtigkeit und örtlichen Extremwetterereignissen große regionale Unterschiede in der erwarteten Erntemenge gebe.

Mit deutlichen Steigerungen rechnet das Statistische Bundesamt unter anderem in den Anbaugebieten Franken (plus 63,9 Prozent), Mittelrhein (40,3 Prozent) und Württemberg (35,1 Prozent). Dies liegt zum Teil daran, dass dort die Erntemenge 2020 aufgrund von Trockenheit und Spätfrösten besonders niedrig ausgefallen war. Für die Pfalz wird ein leichtes Plus von 2,8 Prozent erwartet, auch noch für die Hessische Bergstraße mit einem Zuwachs um ein Prozent.

Hier wird die Ernte geringer ausfallen

Geringere Ernten werden für Rheinhessen (minus 1,4 Prozent), Nahe (6,1 Prozent), Baden (9,8 Prozent) und Mosel (14,8 Prozent) erwartet. Für das von der Flutkatastrophe betroffene Weinanbaugebiet Ahr gebe es noch nicht genügend Daten, erklärte das Statistische Bundesamt - dort wurden etwa zehn Prozent der Anbauflächen zerstört. dpa

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