Germanwings

Pilotenstreik führt auch am Freitag zu Flugausfällen

Berlin - Bei der Lufthansa-Tochter Germanwings werden auch am Freitag wegen des Piloten streiks wieder zahlreiche Flüge ausfallen. Es wird damit gerechnet, dass 180 Flüge annulliert werden müssen.

Die Fluggesellschaft rechnet aber nach Angaben eines Unternehmenssprechers damit, dass der Ersatzflugplan auch am zweiten Tag der Arbeitsniederlegungen "reibungslos" funktioniert. Laut diesem Plan fallen am Freitag 180 von 474 Flügen aus. Am Donnerstag waren bereits von 430 geplanten Flügen 158 annulliert worden.

Durch den Ersatzflugplan finden laut Germanwings 60 Prozent der Flüge statt. Sogar 80 Prozent der Fluggäste sollen ihr Ziel erreichen. Die Fluggesellschaft hatte unter anderem angekündigt, Flugzeuge und Crews anzumieten sowie Passagiere etwa auf Lufthansa-Flüge umzubuchen. Der Streik der Pilotenvereinigung Cockpit soll noch bis Freitag 23.59 Uhr andauern.

Zwischen Cockpit und dem Lufthansa-Konzern schwelt seit Monaten ein Tarifkonflikt, in dem die Piloten bereits mehrfach streikten. Ein Knackpunkt ist die Altersversorgung der Piloten. Das Unternehmen will die Altersgrenze von 55 Jahren anheben, mit der Lufthansa-Piloten bislang in den bezahlten Frühruhestand gehen und bis zur gesetzlichen Rente 60 Prozent ihrer Bezüge erhalten können. Künftige Piloten sollen überhaupt keine betriebliche Frührente mehr erhalten.

AFP

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