IG Metall verhandelt

Neue Tarifrunde für Metaller begonnen - Warnstreiks angekündigt

Frankfurt/Berlin/Neuss - Arbeitgeber und Gewerkschaft haben am Donnerstag in den meisten Tarifbezirken Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag aufgenommen. Kurz vor Ende der Friedenspflicht signalisieren die Arbeitgeber Kompromissbereitschaft.

In der Metall- und Elektronikindustrie haben Arbeitgeber und Gewerkschaft am Donnerstag in den meisten Tarifbezirken die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag wieder aufgenommen. Dabei signalisierten die Arbeitgeber kurz vor Ende der Friedenspflicht Kompromissbereitschaft. „Wir werden der IG Metall ein alternatives Angebot vorlegen“, sagte ihr Verhandlungsführer in NRW, Arnd Kirchhoff, vor Beginn der Verhandlungen in Neuss.

Zuletzt hatten die Arbeitgeber Einkommensverbesserungen von 0,9 Prozent plus 0,3 Prozent Einmalzahlung angeboten. Die IG Metall hatte die Offerte als Provokation zurückgewiesen. Für die bundesweit rund 3,8 Millionen Beschäftigten der Branche fordert sie 5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber bezeichneten die Forderung als künstlich aufgeblasen und verlangen ein Entgegenkommen der Gewerkschaft in der dritten Tarifrunde.

Eine Annäherung gilt angesichts der weit auseinander liegenden Forderungen und Angebote als schwierig. Gibt es bei den Verhandlungen im Laufe des Tages keine Fortschritte, will die IG Metall mit dem Ende der Friedenspflicht um Mitternacht zu ersten Warnstreiks aufrufen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Stellenabbau bei Ford: Realitätsschock für Trump
Stellenabbau bei Ford: Realitätsschock für Trump
Ferrero eröffnet erstes Nutella-Café - bald auch in Deutschland?
Ferrero eröffnet erstes Nutella-Café - bald auch in Deutschland?
Riesen-Ärger um diese Hinweisschilder bei McDonald's
Riesen-Ärger um diese Hinweisschilder bei McDonald's
Nach Cyber-Attacke: Bahn-Anzeigetafeln bleiben noch gestört
Nach Cyber-Attacke: Bahn-Anzeigetafeln bleiben noch gestört
Kartellamt erlaubt Edeka-Offensive im Drogeriemarkt
Kartellamt erlaubt Edeka-Offensive im Drogeriemarkt