Straßburg

Mitglieder des Untersuchungsausschusses zu VW-Abgasskandal ernannt

Straßburg - Das Europaparlament hat die 45 Mitglieder des Untersuchungsausschusses benannt, der Licht in die Hintergründe des von Volkswagen ausgelösten Abgas-Skandals bringen soll.

Dem Gremium gehören drei Deutsche an, der SPD-Abgeordnete und Verkehrsexperte Ismail Ertug, die Ko-Vorsitzende der Grünen, Rebecca Harms, und der ehemalige Unternehmer Hans Olaf Henkel (AfD).

Das Gremium will am 1. Februar mit einer konstituierenden Sitzung in Straßburg die Arbeit aufnehmen. Der Ausschuss soll unter anderem klären, welche Fehler auf EU-Ebene und auf nationaler Ebene gemacht wurden, die den jahrelangen Betrug von VW ermöglichten.

Die Abgeordneten wollen auch der Frage nachgehen, ob die EU-Kommission und nationale Behörden bereits von den manipulierten Abgastests bei VW-Dieselfahrzeugen wussten, bevor der Skandal am 18. September vom US-Umweltschutzamt enthüllt wurde. Geprüft werden soll laut Mandat ferner, ob die Brüsseler Kommission und nationale Behörden versagt haben - etwa bei der Kontrolle von Testergebnissen.

Außerdem soll der Ausschuss untersuchen, wieso die EU-Kommission bisher keine Tests unter realen Fahrbedingungen vorgeschrieben hat, obwohl die Labortests seit langem als wenig realistisch gelten. Das Mandat des Gremiums ist zunächst auf ein Jahr begrenzt.

afp

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