Kritik am Wirtschafts-Gremium

Links-Politiker: Rat der Fünf Weisen überflüssig

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Bundeskanzlerin Merkel zusammen mit den Wirtschaftsweisen im November 2013.

Berlin - Kurz vor der Vorlage des neuen Jahresgutachtens der fünf Wirtschaftsweisen am Mittwoch gibt es harte Kritik an dem Gremium. 'Veraltet' und 'überflüssig' sei der Rat der Fünf Weisen.

"Den Rat in seiner jetzigen Form halte ich für überflüssig, das Geld kann man sich sparen", sagte der Fraktionsvize der Linken im Bundestag, Klaus Ernst, dem "Tagesspiegel" (Dienstagsausgabe). Der Rat sei "überholt und nicht mehr auf der Höhe der Wissenschaft". Die Angebotstheorie, die er vertrete, sei durch die Krisen der vergangenen Jahre widerlegt. Ernst schlug vor, das Gremium umzugestalten, "so dass sich mehrere Denkrichtungen dort wiederfinden, damit auch Alternativen dargestellt werden".

Auch der frühere Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage, Bert Rürup, äußerte sich unzufrieden. "Mein Eindruck ist, dass in der Vergangenheit die Ansichten des Rates in den Medien präsenter vertreten wurden", sagte er der Zeitung. Statt einmal in einem Jahr mit einem "Opus magnum" an die Öffentlichkeit zu treten, sollten sich die Weisen lieber mit kürzeren Analysen und Vorschlägen in die aktuelle Debatte einmischen.

AFP

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