Kambodscha erhöht Textil-Mindestlohn um knapp zehn Prozent

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Umgerechnet 124 Euro bekommt eine Arbeiterin im Monat. Foto: Mak Remissa

Phnom Penh (dpa) - Arbeiterinnen in Textil- und Schuhfabriken in Kambodscha verdienen künftig etwas mehr Geld.

Der Mindestlohn steige von 128 auf 140 US-Dollar, teilte der Arbeitsminister des Landes mit. Das sind umgerechnet 124 Euro im Monat. Die Gewerkschaften hatten 160 Dollar gefordert. "Mit Ansteigen der Löhne ist es wichtig, dass die Produktivität verbessert wird", hieß es in einer Stellungnahme der Internationalen Arbeitsorganisation.

Kambodscha ist im Textilbereich ein Billiglohnland. Nur Sri Lanka, Bangladesch und Pakistan haben nach einer ILO-Statistik von November 2014 niedrigere Mindestlöhne. Die Textilindustrie bringt gut fünf Milliarden Dollar Exporterlöse und macht damit rund 80 Prozent der Exporte des bitterarmen Landes in Südostasien aus. Die Textilindustrien in China, Bangladesch und Indien sind um ein Vielfaches größer.

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