Inflation im Eurogebiet bleibt auf Niedrigniveau

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Die Fahne der Europäischen Union (EU) spiegelt sich in einer Euro-Münze. Foto: Oliver Berg/Illustration

Luxemburg (dpa) - Die Inflation im Euroraum bleibt auf äußerst niedrigem Niveau. Im November verharrte die Jahres-Rate im Vergleich zum Vormonat bei 0,1 Prozent, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in einer ersten Schätzung in Luxemburg mit.

Maßgeblich beeinflusst wurde die Preisentwicklung abermals von fallenden Energiepreisen. Im Jahresvergleich war Energie um 7,3 Prozent günstiger. Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak waren hingegen um 1,5 Prozent teurer.

Die Europäische Zentralbank (EZB) beobachtet die Mini-Inflation mit Sorge. Sie strebt Raten von knapp zwei Prozent an und bereitet nach früheren Angaben weitere Schritte vor, um diesem Ziel wieder näher zu kommen. So könnte das seit März laufende Programm zum Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren angepasst werden. Die Bank pumpt monatlich 60 Milliarden Euro in die Käufe. Das Billionenprogramm soll bis mindestens September 2016 laufen.

Laut Prognose der EU-Kommission soll die Inflation im nächsten Jahr steigen. Für die Eurozone wird ein Wert von 1,0 Prozent erwartet nach 0,1 Prozent im laufenden Jahr.

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