Impfbereitschaft erhöhen

Corona: Edeka will Mitarbeiter mit einem simplen Trick zum Impfen motivieren – doch das könnte Folgen haben

Edeka Nord will seine Mitarbeiter jetzt mit einem Trick zur Corona- Impfung motivieren.
+
Edeka Nord will seine Mitarbeiter jetzt mit einem Trick zur Corona- Impfung motivieren.

Trotz der großen Gefahren von Corona sehen viele Menschen eine mögliche Impfung weiterhin skeptisch. Der Einzelhändler Edeka Nord geht nun einen ungewöhnlichen Weg, um die Impfbereitschaft zu verbessern.

München - Edeka Nord will die Impfbereitschaft seiner Mitarbeiter erhöhen und greift dabei zu einem Trick: Der Einzelhändler will alle Beschäftigten, die zur Risikogruppe 2 gehören und sich impfen lassen, mit einem Einkaufsgutschein von 50 Euro belohnen. Das berichtet die Lebensmittelzeitung.

Corona-Impfung: Edeka schafft Anreiz für Mitarbeiter

Damit wäre Edeka Nord der erste Händler in Deutschland, der seinen Mitarbeitern eine Prämie als Impfanreiz bietet. Zuvor hatten bereits Aldi* und Lidl* ihren Mitarbeitern entsprechende Impfprämien geboten, allerdings in den USA. Danach soll Lidl 200 Dollar aufgerufen haben. Erzrivale Aldi soll in den USA zwei Stundenlöhne sowie die Übernahme der Impfkosten in Aussicht gestellt haben, um die Mitarbeiter zur Impfung zu motivieren. In Deutschland haben die Discounter bislang keine vergleichbaren Angebote angekündigt.

Das Angebot von Edeka gilt laut Lebensmittelzeitung ausschließlich für die Beschäftigten der Edeka Nord Handelsgesellschaft mbH, nicht jedoch für die Beschäftigten der selbstständigen Kaufleute.

Impfprämie bei Edeka: Fachleute skeptisch

Fachleute sehen das Vorgehen allerdings zurückhaltend. Bei zu geringen Prämien fehle der Anreiz, sich tatsächlich auch impfen zu lassen. Ist die Prämie zu hoch, gibt es juristische Risiken. Arbeitsrechtlern zufolge könnten hohe Boni als Druckmittel gesehen werden und zu massivem Ärger mit Betriebsräten sowie Gerichten führen.

Impfprämie: Politik setzt auf Freiwilligkeit

Die Politik setzt beim Impfen ebenfalls auf Freiwilligkeit und auf eine Ausweitung der Corona*-Tests. Erst am Dienstag hatte die Bundesregierung den Weg für eine Testpflicht von Unternehmen freigemacht. Danach müssen die Unternehmen ab Montag allen Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten, mindesten einen Corona-Test pro Woche zur Verfügung stellen.

In der Wirtschaft sorgt das für Unmut. Der Bundesgeschäftsführer des Mittelstandsverbands BVMW, Markus Jerger hat bereits Widerstand angekündigt. Man werde juristisch gegen die Testpflicht vorgehen, sagte Jerger am Dienstag gegenüber Merkur.de*. *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Ausgetrocknete Tankstellen, leere Lebensmittel-Regale: Johnson will jetzt Brexit-Kehrtwende
Ausgetrocknete Tankstellen, leere Lebensmittel-Regale: Johnson will jetzt Brexit-Kehrtwende
Ausgetrocknete Tankstellen, leere Lebensmittel-Regale: Johnson will jetzt Brexit-Kehrtwende
Ist die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgegangen? Studie zeigt klares Ergebnis
Ist die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgegangen? Studie zeigt klares Ergebnis
Ist die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgegangen? Studie zeigt klares Ergebnis
Volkswirte glauben nicht an eine galoppierende Inflation
Volkswirte glauben nicht an eine galoppierende Inflation
Volkswirte glauben nicht an eine galoppierende Inflation
Vergleichsportal: Zu wenig Geld für Strom in Hartz-IV-Satz
Vergleichsportal: Zu wenig Geld für Strom in Hartz-IV-Satz
Vergleichsportal: Zu wenig Geld für Strom in Hartz-IV-Satz

Kommentare