Tarifstreit im Öffentlichen Dienst

Ab Dienstag: Streik der Lehrer

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Für März ist eine weitere Verhandlungsrunde angesetzt. Zuvor könnte es zu Warnstreiks kommen, laut dbb bereits in der kommenden Woche.

Potsdam - Eine Welle von Warnstreiks in Schulen, Uni-Kliniken, Straßenmeistereien und in der Justiz kommt auf die Menschen in Deutschland zu. Schon ab Dienstag soll es zu bundesweiten Warnstreiks der Lehrer an den Schulen kommen.

Zunächst hieß es am Freitagmittag, dass bereits am Montag Lehrer zum Streik aufgerufen seien. Inzwischen wurden diese Angaben von den Gewerkschaften Verdi und GEW korrigiert. Demnach sollen sich die angestellten Lehrkräfte frühestens ab Dienstag am Streik beteiligen.

In den einzelnen Ländern wird an unterschiedlichen Tagen gestreikt, in Berlin etwa ab Dienstag, in Nordrhein-Westfalen von Dienstag bis Donnerstag. Besonders betroffen sind laut GEW auch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Der Grund: Die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst blieben ergebnislos.

An den Schulen gehen angestellte Lehrer in den Ausstand. Verbeamtete Lehrer streiken nicht.

Die Kernforderung der Gewerkschaften lautet 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr. Die Hauptgründe für das vorläufige Scheitern sind starke Differenzen über die betriebliche Altersvorsorge und über die tarifliche Eingruppierung der Lehrer. Die Altersvorsorge ist im öffentlichen Dienst Standard, soll aber wegen hoher Kosten reformiert werden. Die bundesweit 200 000 angestellten Lehrer sollen besser tarifvertraglich abgesichert werden - uneins sind sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Höhe.

Die nächste Runde ist für Mitte März angesetzt. Verhandelt wird für die rund 800 000 Tarifbeschäftigten der Länder. Die Gewerkschaften fordern zudem eine Übertragung des Ergebnisses auf die rund zwei Millionen Beamten und Pensionäre.

dpa

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