Freude beim Mode-Versandhändler

Im zweiten Anlauf: Zalando kann großen Erfolg verbuchen

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Zalando-Pakete und Schuhe stehen auf dem Parkett der Wertpapierbörse in Frankfurt.

Frankfurt/Main - Zalando hat es im zweiten Anlauf geschafft: Die Aktie des erst im Oktober vergangenen Jahres an die Börse gekommenen Mode-Versandhändlers wird vom 22. Juni an im MDax notiert sein.

Im April hatte Zalando das Rennen um einen freien Platz im Index der mittelgroßen Börsenkonzerne noch gegen den Ticketvermarkter CTS Eventim verloren. Nun steigt Zalando in den zweitwichtigsten Index der deutschen Börse auf. "Wir freuen uns sehr, dass die Aufnahme in den MDax so kurz nach dem Börsengang Realität wird", erklärte Zalando-Vorstandsmitglied Rubin Ritter in Berlin.

Leidtragender der neuesten Indexänderung ist der Ingenieur-Dienstleister Bertrandt, der erst Ende Februar vom SDax, dem Index der kleineren Börsenkonzerne, aufgestiegen war. Dorthin kehrt das Papier nun zurück und nimmt den Platz von Zalando ein, wie der Indexanbieter Deutsche Börse am Mittwochabend mitteilte.

Außerdem werden künftig der Kabelfernsehanbieter Tele Columbus, der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer und der Immobilienkonzern Adler Real Estate im SDax notiert sein. Verlassen müssen den Index der Oberflächenspezialist Surteco, der Online-Reifenhändler Delticom und der Baukonzern Bauer. Im TecDax wird zudem der Glasfaser-Spezialist Adva gegen die Biotechnologie-Beteiligungsgesellschaft BB Biotech ausgetauscht.

Wichtig sind die Neuerungen vor allem für Fonds, die Indizes nachbilden, da sie Änderungen eins zu eins umsetzen müssen. Entsprechend profitieren in der Regel Index-Aufsteiger, während die Kurse der Absteiger belastet werden.

Im Dax bleibt vorerst alles beim Alten. Spannend wird es in der ersten Börsenliga allerdings im Sommer: Sowohl der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 als auch die Deutsche Annington, die sich im Zuge der Übernahme des Immobilien-Wettbewerbers Gagfah in Vonovia umbenennen will, gelten als heiße Anwärter auf einen Platz im deutschen Leitindex. Als Abstiegskandidaten werden aktuell der Chemiekonzern Lanxess und die von Streiks schwer gebeutelte Lufthansa gehandelt.

dpa/AFP

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