Betrifft Millionen Deutsche

Gas- und Strompreisbremse: Regierung will ungerechtfertigte Energiepreiserhöhungen verbieten

Ein Gaszähler (Symbolbild).
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Ein Gaszähler (Symbolbild).

Die Bremse für die Gas- und Strompreise kommt. Im Zuge der Entlastung plant die Ampel nun auch ein Verbot, was steigende Energiepreise betrifft.

Berlin – Bei der vorgesehenen Gas- und Strompreisbremse soll ungerechtfertigten Tariferhöhungen nach Plänen der Bundesregierung ein Riegel vorgeschoben werden. Preiserhöhungen sollen bis Ende 2023 verboten sein - es sei denn, der Versorger weist nach, „dass die Erhöhung sachlich gerechtfertigt ist“, heißt es in den Entwürfen zu den Preisbremsen, die in den Bundestag eingebracht worden sind. Dabei könne sich eine Rechtfertigung etwa „aus marktbasierten Preis- und Kostenentwicklungen“ ergeben. Eine „missbräuchliche Ausnutzung“ der Regelungen zur Entlastung der Endkunden soll unterbunden werden.

Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte auf Anfrage am Samstag, die Missbrauchskontrolle diene dazu, ungerechtfertigte Preiserhöhungen zu unterbinden - also solche, die sich nicht durch steigende Beschaffungskosten rechtfertigen lassen. „Das heißt, nicht jede Preiserhöhung ist automatisch illegal, sondern solche, die missbräuchlich und ungerechtfertigt sind.“

Ampel-Verbot rund um Gas- und Strompreisbremse: Energiepreiserhöhungen nicht „automatisch illegal“

Der FDP-Energieexperte Michael Kruse sagte der Bild-Zeitung (Samstag): „Mitnahmeeffekte, die Versorgungsunternehmen zu höheren Tarifen animieren, wollen wir verhindern.“ Die SPD-Fachpolitikerin Nina Scheer sagte: „Im Ergebnis muss Missbrauch ausgeschlossen werden.“

Die von der Ampel-Koalition geplante Gas- und Strompreisbremse soll Folgen der stark gestiegenen Preise für Haushalte und Unternehmen abfedern. Eine bestimmte Verbrauchsmenge soll staatlich subventioniert werden, darüber hinaus gelten aktuelle, hohe Marktpreise. Die Bremsen sollen ab März 2023 greifen, vorgesehen ist aber eine rückwirkende Entlastung für Januar und Februar.

Die 300 Euro hohe Energiepreispauschale landet auch auf dem Konto von Rentnern. Wann es für sie das Geld gibt, lesen Sie hier. (dpa)

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