Luftverkehr

Fraport traut sich schnelle Rückkehr zum Vorkrisenniveau zu

Stefan Schulte
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Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, spricht über seine Geschäftserwartungen.

Schon Tage vor der Hauptversammlung des Flughafenbetreibers am 24. Mai spricht sein Chef über die Entwicklung des Geschäfts in den kommenden Jahren.

Frankfurt/Main - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport traut sich möglicherweise bereits 2023 wieder einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wie in Vor-Corona-Zeiten zu.

Dazu werden vor allem die Auslandsbeteiligungen beitragen, wie Fraport-Chef Stefan Schulte in seiner am Dienstag veröffentlichten Rede zur anstehenden Hauptversammlung (24. Mai) sagte.

Die Flughäfen etwa in Griechenland oder Brasilien erholen sich nach Fraport-Einschätzung mit ihren zahlreichen Inlands- und Touristikflügen schneller als das komplexe Drehkreuz Frankfurt. Sie dürften bereits im kommenden Jahr bei geringeren Kosten wieder die Passagierzahlen von 2019 erreichen. Das nimmt Fraport für Frankfurt frühestens 2025 an. Schulte sagte dazu: „Für das operative Ergebnis Ebitda heißt das: Wir erwarten, hier im Konzern bereits in den Jahren 2023/24 wieder das Niveau von 2019 zu erreichen.“

Millionengewinne erwartet

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der MDax-Konzern weiterhin mit einem Ebitda zwischen 760 und 880 Millionen Euro. Unter dem Strich soll je nach Verlauf des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ein Gewinn zwischen 50 und 150 Millionen Euro stehen.

Die seit Kriegsbeginn ruhende Minderheitsbeteiligung am Flughafen St.Petersburg-Pulkovo kann Fraport nach Schultes Angaben aus vertraglichen Gründen frühestens 2025 verkaufen. Derzeit steht das Engagement nach zwei Wertberichtigungen um knapp 58 Millionen Euro noch mit einem Restwert von 111 Millionen Euro in den Büchern. Fraport habe weder Einfluss auf den Flughafenbetrieb noch auf die Frage, ob dort militärische Flüge stattfinden können, versicherte Schulte erneut. dpa

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