Für Verlängerung

Frankfurter Flughafenchef will Kurzarbeit bis Sommer 2022

Wegen der anhaltenden Corona-Flaute will der Frankfurter Flughafen die Möglichkeit der Kurzarbeit bis in den übernächsten Sommer nutzen. Foto: Arne Dedert/dpa
+
Wegen der anhaltenden Corona-Flaute will der Frankfurter Flughafen die Möglichkeit der Kurzarbeit bis in den übernächsten Sommer nutzen. Foto: Arne Dedert/dpa

Für gut die Hälfte der Belegschaft am Frankfurter Flughafen gebe es mindestens bis Ende 2021 keine Arbeit. Der Flughafen-Chef fordert mehr Überbrückungshilfe - und deutlich längere Kurzarbeit.

Frankfurt/Main (dpa) - Wegen der anhaltenden Corona-Flaute will der Frankfurter Flughafen die Möglichkeit der Kurzarbeit bis in den übernächsten Sommer nutzen.

"Gemessen an den Passagierzahlen haben wir vereinfacht gesagt für die Hälfte der Belegschaft noch mindestens anderthalb Jahre keine Beschäftigung", sagte Flughafenchef Stefan Schulte der "Wirtschaftswoche" (Donnerstag). Darum fordere die Branche eine Verlängerung der Kurzarbeit von derzeit bis zum kommenden März zumindest bis in den Sommer 2022.

Der Flughafenbetreiber Fraport hatte zwischenzeitlich rund 18.000 der 22.000 Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt, teilweise auch nur anteilig. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt dann für die Kurzarbeitszeit die reduzierten Entgelte und Sozialabgaben. Vor allem für die Abfertigung von Passagiermaschinen wird am größten deutschen Flughafen derzeit deutlich weniger Personal benötigt als vor der Pandemie. In einzelnen Bereichen wie der Fracht gibt es aber auch mehr Arbeit als zuvor.

Mit dem teilverstaatlichten Hauptkunden Lufthansa zeichnen sich schwierige Verhandlungen über die Abfertigungsgebühren ab. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte angekündigt, starken Druck auf die Flughäfen ausüben zu wollen, um die Gebühren zu senken. Schulte hielt dem entgegen, dass man bei weniger Verkehr und daraus resultierenden Verlusten die Gebühren eigentlich nach oben anpassen müsste. Derzeit gebe es dazu aber noch keine Pläne. Man werde mit allen Kunden einschließlich der Lufthansa reden. Laut Fraport ist der Gebührenrahmen für das kommende Jahr bereits beim Land beantragt.

© dpa-infocom, dpa:200702-99-647990/2

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Easyjet weitet Flugangebot vorsichtig aus
Easyjet weitet Flugangebot vorsichtig aus
Flughafen Frankfurt: Fraport will wegen Corona-Krise tausende Jobs streichen
Flughafen Frankfurt: Fraport will wegen Corona-Krise tausende Jobs streichen
Ford-Chef Hackett tritt überraschend zurück
Ford-Chef Hackett tritt überraschend zurück
Bayer schreibt Milliardenverlust wegen Glyphosat
Bayer schreibt Milliardenverlust wegen Glyphosat

Kommentare