Fahrplan für neuen Banken-Stresstest in der EU steht

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Den Test plant die EBA in enger Abstimmung mit der Europäischen Zentralbank (EZB), die seit einem Jahr auch für die Bankenaufsicht in der Eurozone zuständig ist. Foto: Roland Weihrauch

London (dpa) - Den Großbanken in der Europäischen Union steht im Frühjahr 2016 der nächste Krisentest ins Haus. Dann müssen 53 Institute wieder unter Beweis stellen, dass sie ausreichend Kapitalpuffer gegen neue wirtschaftliche Schocks haben.

Durchfaller soll es anders als bei den bisherigen Übungen nicht geben, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Fahrplan der europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA hervorgeht. Ende Februar sollen Details wie die jeweiligen Krisenszenarien feststehen. Die Ergebnisse will die EBA dann Anfang des dritten Quartals veröffentlichen.

Dazu verzichten die Aufseher auf Vorgaben für die Kapitalquoten, die die Banken im Test erfüllen müssen. Die Ergebnisse sollen stattdessen in die jährliche Bewertung von Geschäftsmodellen und Risiken der Banken einfließen. Institute mit wenig nachhaltigen und riskanten Geschäftsmodellen können die Aufseher dann zum Aufbau von zusätzlichem Kapital zwingen. Beim letzten EU-weiten Stresstest waren von 123 Banken 24 durchgefallen. Ihnen fehlten zusammen 24,6 Milliarden Euro.

Den Test plant die EBA in enger Abstimmung mit der Europäischen Zentralbank (EZB), die seit einem Jahr auch für die Bankenaufsicht in der Eurozone zuständig ist. Dem Stresstest müssen sich laut EBA allein 39 Banken stellen, die unter den Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM) der EZB fallen.

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