Abgas-Skandal

Ermittlungen gegen VW-Mitarbeiter wegen gelöschter Daten

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Die Staatsanwaltschaft geht von keinem größeren Datenverlust aus.  

Hannover/Wolfsburg - "Wir nehmen die Vorwürfe sehr ernst", sagte VW-Aufsichtsrat Olaf Lies. Laut ihm waren die Ermittlungen gegen einen VW-Juristen wegen möglicherweise verschwundener Dokumente im Abgas-Skandal bereits Thema im Kontrollgremium.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat nach eigenen Angaben gegen einen VW-Mitarbeiter ein Verfahren eingeleitet, der vor Bekanntwerden der Diesel-Manipulationen im vergangenen September Kollegen indirekt aufgefordert haben soll, Dokumente und Daten zu löschen. Über das Ermittlungsverfahren hatten zunächst NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

"Bislang geht die Staatsanwaltschaft von keinem größeren Datenverlust aus, der die Ermittlungen im Dieselskandal maßgeblich behindern oder verzögern könnte. Endgültig kann dies aber derzeit nicht beurteilt werden", zitieren die Medien Ziehe. Die Staatsanwaltschaft war am Donnerstag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. VW wollte sich mit Hinweis auf die laufenden Untersuchungen nicht zu dem Bericht äußern. Die Ermittlungen werden wegen des Verdachts der Urkundenunterdrückung und versuchter Strafvereitelung geführt. Gegen wen das Verfahren genau geführt wird, teilte die Behörde nicht mit.

dpa

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