Tiefkühlkost bei Edeka, Rewe, Aldi & Co.

Leere Kühltruhen im Supermarkt drohen: Verbände schlagen Alarm – „Lage ist mehr als Ernst“

Die steigenden Energiepreise treffen auch die Lebensmittelbranche. Jetzt warnen verschiedene Verbände vor drastischen Folgen, wie etwa leeren Kühlschränken.

Berlin – Immer mehr Unternehmen schlagen Alarm. Die hohe Inflation sorgt für eine enorme finanzielle Zusatzbelastung. Besonders energieintensive Betriebe haben mit den extrem gestiegenen Strom- und Gaspreisen zu kämpfen. Das trifft auch die Lebensmittelindustrie – was drastische Folgen haben könnte. Davor warnen nun sieben verschiedene Lebensmittelverbände, wie beispielsweise der Verband Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen e. V. und das Deutsche Tiefkühlinstitut.

Lebensmittelverbände warnen Scholz, Habeck und Özdemir: „Es ist eine Minute vor zwölf!“

In einem offenen Brandbrief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Ernährungs- und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) machen die Lebensmittelhersteller deutlich, wie ernst die Lage ist. Denn besonders die „energieintensiven Betriebe der mittelständischen Tiefkühl- und Frischewirtschaft“ würden vor einer „existenziellen Bedrohung“ stehen. „Es ist eine Minute vor zwölf!“, warnen die Verbände und das Deutsche Tiefkühlinstitut.

Die Lage ist dramatisch. „Die Lebensmittelwirtschaft erlebt gerade die schwerste Krise seit Ende des Zweiten Weltkrieges“, heißt es in dem Brief. Den Betrieben fehlt eine finanzielle Unterstützung durch die Regierung. Sie wären schließlich auch von den hohen Gas- und Strompreisen betroffen. Hinzu kommen noch gestörte Lieferketten, gestiegene Personalkosten und Rohstoffknappheit. All diese Faktoren führen dazu, dass die Unternehmen mittlerweile bereits den „baldigen Stillstand von Produktionslinien und die Schließung von Kühllogistikzentren für die Lebensmittelverteilung“ befürchten. „Manche bereiten sich sogar schon auf eine mögliche Insolvenz vor“, wird in dem Brief gewarnt.

Branche mit Appell an die Politik: „Sonst bleiben die Kühlschränke leer“

Ohne finanzielle Hilfen könnten Versorgungslücken bei der täglichen Lebensmittelversorgung entstehen. „Die Lage ist mehr als ernst!“ Die Unternehmen fordern eine Energiebeihilfe und eine kurzfristige Öffnung des Energiekostendämpfungsprogramms für alle mittelständischen Unternehmen in der Tiefkühlkette – für Industrie, Kühlhäuser, Handel und Logistikdienstleistungen.

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Zudem soll die Regierung die Sicherung der Energieversorgung mit höchster Priorität vorantreiben. „Sonst bleiben die Kühlschränke und Tiefkühltruhen für die deutsche Bevölkerung bald leer!“ (ph)

Lebensmittelknappheit: Stimmen Sie mit ab.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Jochen Tack

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