Draghi: Flüchtlingskrise Herausforderung und Chance zugleich

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EZB-Chef Mario Draghi beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Foto: Jean-Christophe Bott

Davos (dpa) - Die Flüchtlingskrise ist nach Ansicht des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, nicht nur eine enorme Herausforderung, sondern auch eine Chance für mehr wirtschaftliches Wachstum.

Die Bewältigung der Krise werde erhebliche zusätzliche Investitionen der Staaten erfordern, sagte Draghi beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Dies könne sich als "das größte staatliche Investitionsprogramm erweisen, das wir seit Jahren hatten", erklärte der EZB-Chef.

Hinsichtlich der Möglichkeiten der EZB, die Inflationsrate wieder zu erhöhen, äußerte Draghi sich erneut zuversichtlich. Zwar gebe wegen des weiteren Rückgangs der Ölpreise und der Wachstumsaussichten in den Schwellenländern wenig Anlass für Optimismus. Die Möglichkeiten der EZB zum Gegensteuern seien jedoch längst nicht ausgeschöpft. "Wir haben viele Instrumente", sagte Draghi. Ähnlich hatte er sich bereits am Vortag bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main geäußert.

Am Donnerstag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) bereits auf mögliche weitere Schritte im Kampf gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche vorbereitet. "Wir werden bei unserer nächsten Sitzung im März unsere Geldpolitik überprüfen und möglicherweise anpassen", hatte Draghi gesagt. Seit Jahresbeginn hätten die Abwärtsrisiken für die Konjunktur wieder zugenommen. Die Umstände hätten sich seit Dezember "grundlegend" geändert.

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