Zugangebot ausgebaut

Flixtrain fährt nun auch zwischen Berlin und Köln

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Fabian Stenger, Geschäftsführer von FlixTrain, vor Abfahrt der ersten FlixTrain Verbindung zwischen Köln und Berlin im Bahnhof Berlin-Südkreuz. Foto: Christoph Soeder

Die Deutsche Bahn ist noch immer Monopolist im Fernverkehr, Konkurrenten haben nie lange durchgehalten. Nun baut Flixtrain sein Zugangebot aus. Pläne gibt es nicht nur für Deutschland.

Berlin (dpa) - Der junge Fernzuganbieter Flixtrain hat seine dritte Verbindung in Deutschland in Betrieb genommen und bereitet den Schritt ins Ausland vor. Ein Zug des kleinen Konkurrenten der Deutschen Bahn verließ Berlin in Richtung Köln.

Unterwegs hält der Zug in Wolfsburg, Hannover, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund und Bielefeld. Vom 6. Juni an soll ein zweiter Zug auf der Strecke fahren.

In Deutschland ist Flixtrain - eine Marke des Flixbus-Betreibers Flixmobility - im Fernverkehr der einzige Konkurrent der Deutschen Bahn. "Wir haben das erste private Fernzugnetz in Deutschland", sagte Flixtrain-Geschäftsführer Fabian Stenger am Donnerstag an Bord des Premierenzugs. Seit gut einem Jahr sind zwei Flixtrain-Strecken im Regelbetrieb: Berlin-Stuttgart und Köln-Hamburg. "Das Ziel von Flixtrain ist, eine gute Kombination von Bus- und Zugprodukt herzustellen", sagte Stenger.

Zusätzliche Wagen sollen die Kapazität zwischen Berlin und Stuttgart um 30 Prozent erhöhen, kündigte das Unternehmen an. Ab Juli fahre ein zusätzlicher Zug zwischen Köln und Hamburg. Dann seien sieben grüne Fernzüge in Deutschland unterwegs. Flixtrain betreibt auch einen einen Nachtzug Hamburg-Lörrach.

Zum Vergleich: Die Deutsche Bahn hatte Ende 2018 allein 274 ICE-Züge im Einsatz. 148 Millionen Reisenden im Fernverkehr des Staatskonzerns stehen bei Flixbus gut 750.000 im ersten Jahr des Regelbetriebs gegenüber. Inzwischen hat das Unternehmen insgesamt eine Million Fahrgäste gezählt, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde.

Nach dem Start in Deutschland nimmt der Zuganbieter Flixtrain einen ersten Auslandsmarkt ins Visier. "Wir haben Trassen in Schweden beantragt", sagte ein Sprecher. Auch dort setze das Unternehmen darauf, sein Zugangebot mit seinem vorhandenen Flixbus-Netz zu verknüpfen. Die Fernbusse fahren dort seit vier Jahren.

Flixtrain hält seit Längerem Ausschau nach Möglichkeiten, das Geschäft im nächsten Jahr auszuweiten. Weitere Pläne für Deutschland sind jedoch nicht bekannt. Konkret wird es zunächst in Schweden. Ein Sprecher wollte aber keine Details zu den Trassen nennen, auf die es Flixtrain in Skandinavien abgesehen hat.

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