Airline-Bündnis

Deutsche Bahn fährt künftig auch Gäste der Star Alliance

Deutsche Bahn wird Mitglied der Star Alliance
+
Die Deutsche Bahn wird als erstes branchenfremdes Unternehmen Teil des Airline-Bündnisses Star Alliance.

Von Mannheim nach Melbourne oder von Freiburg nach Singapur mit nur einem Ticket? Das ist in Zukunft möglich, denn die Deutsche Bahn wird Teil eines internationalen Airline-Bündnisses.

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bahn wird als erstes Unternehmen außerhalb der Luftfahrt Partner eines internationalen Airline-Bündnisses.

Die zuletzt stark ausgebaute Zusammenarbeit mit der Deutschen Lufthansa werde nun ausgeweitet auf alle 26 Partner der Star Alliance, sagte Bahnvorstand Michael Peterson in Frankfurt. Damit sei für Strecken wie Mannheim-Melbourne oder Freiburg-Singapur und zurück nur noch ein Ticket notwendig.

Die vor 25 Jahren unter Führung der Lufthansa gegründete Star Alliance hat im Moment 26 Fluggesellschaften als Mitglieder, die an mehr als 50 internationalen Drehkreuzen zusammenarbeiten. Dazu kommen sogenannte Verbindungspartner, zu denen nun zum 1. August die Deutsche Bahn als erste Nicht-Fluggesellschaft stößt.

Damit können Kunden von Star-Alliance-Mitgliedern wie Thai oder United mit ihren Tickets nach der Landung in Deutschland nahtlos die DB-Züge nutzen. Es seien auch in anderen Ländern Partnerschaften mit anderen Verkehrsträgern möglich, meinte Alliance-Chef Jeffrey Goh. Als Beispiele nannte er Züge in Japan oder Fähren in Hongkong.

Der Vorstandsvorsitzende der Star Alliance, Jeffrey Goh (l), DB-Personenfernverkehrsvorstand Michael Peterson (M), und Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister (r) gehen über einen Bahnsteig auf dem Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen.

Lufthansa und DB arbeiten bereits seit längerem auf dem deutschen Verkehrsmarkt eng zusammen und bieten gemeinsame Tickets an, die Peterson zufolge pro Jahr von rund 500.000 Kunden genutzt werden. Ihre Zahl soll bis 2030 auf 5 Millionen steigen. Dieser Service wird nun auf die Kunden der Alliance-Mitglieder ausgeweitet.

Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister sagte, dass Inlandsflüge derzeit wegen der Systemüberlastung besonders häufig gestrichen würden, weil man den Reisenden auf diesen Strecken mit der Bahn sehr gute Alternativen bieten könne. Lufthansa biete über ihre Systeme inzwischen jede innerdeutsche Flugverbindung gleichberechtigt auch mit dem Zug an. Einen dauerhaften Verzicht auf Inlandsflüge befürwortete Hohmeister aber nicht. Die aktuelle Krise des Luftverkehrs in Europa müsse an vielen Stellen gelöst werden. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Nord-Stream-Sabotage? Energie-Experte äußert „besorgniserregende“ Schlussfolgerung
Nord-Stream-Sabotage? Energie-Experte äußert „besorgniserregende“ Schlussfolgerung
Nord-Stream-Sabotage? Energie-Experte äußert „besorgniserregende“ Schlussfolgerung
Noch nie war Heizkosten sparen so einfach
Noch nie war Heizkosten sparen so einfach
Noch nie war Heizkosten sparen so einfach
Habecks Energiesparmaßnahmen: Diese Regeln gelten ab 1. Oktober
Habecks Energiesparmaßnahmen: Diese Regeln gelten ab 1. Oktober
Habecks Energiesparmaßnahmen: Diese Regeln gelten ab 1. Oktober
Gaskrise in Deutschland: Neues Gesetz könnte Verbrauchern nun böse Überraschung bescheren
Gaskrise in Deutschland: Neues Gesetz könnte Verbrauchern nun böse Überraschung bescheren
Gaskrise in Deutschland: Neues Gesetz könnte Verbrauchern nun böse Überraschung bescheren

Kommentare