Börse in Frankfurt

Anleger bleiben nervös: Dax schließt im Minus

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Die Anzeigetafel mit dem Kursverlauf spiegelt sich im Handelssaal der Frankfurter Börse im Schriftzug "DAX". Foto: Christoph Schmidt

Frankfurt/Main (dpa) - Die Lage am deutschen Aktienmarkt bleibt nach dem jüngsten Börsenbeben angespannt. Nach einem anfänglichen Stabilisierungsversuch schloss der Dax mit einem Minus von 1,25 Prozent mit 12.107,48 Punkten.

Auf Wochensicht büßte der deutsche Leitindex damit mehr als 5 Prozent ein, nach einem Kursrutsch um mehr als 4 Prozent in der Vorwoche. Der Index der mittelgroßen Konzerne MDax fiel am Freitag um 0,81 Prozent auf 25.030,74 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax büßte 0,59 Prozent auf 2441,22 Zähler ein.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,52 Prozent auf 3325,99 Punkte nach unten. Auch die Börsen in Paris und London fielen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial schwankte abermals kräftig und gab zuletzt moderat nach.

Den Takt in der abgelaufenen Woche gab die Wall Street vor. Dort war die Sorglosigkeit nach der über ein Jahr währenden Rekordjagd der Angst vor schneller als erwartet steigenden Zinsen gewichen. Mit dem Billiggeld, dass ein wesentlicher Treiber der Aktienmarkt-Rally der vergangenen Jahre war, könnte es dann früher vorbei sein als gedacht. Doch Experten sehen noch eine andere Ursache: Spekulanten hatten zuletzt auf der Suche nach Profiten auf weiterhin ruhiges Fahrwasser an den Finanzmärkten gewettet. Einige Hedgefonds hatten sich damit dem Vernehmen nach vermutlich verzockt. Um Verluste einzudämmen, mussten sie dann Aktien verkaufen.

Bei Commerzbank-Aktionären scheint die gute Laune, die am Vortag aufgrund der Geschäftszahlen und einer für 2018 in Aussicht gestellten Dividende aufkeimte, vollends verflogen. Die Papiere büßten als Dax-Schlusslicht mehr als 4 Prozent ein. Schon am Donnerstag konnten sie ihre zwischenzeitlich deutlichen Gewinne nicht halten.

Geschäftszahlen gab es zum Wochenschluss von Ceconomy. Nachdem Preisschlachten im wichtigen Weihnachtsquartal für einen Gewinnrückgang gesorgt hatten, will der Elektronikhändler nun unter anderem mit Kostensenkungen gegensteuern. Die Papiere knickten im schwachen Gesamtmarkt dennoch um knapp 3 Prozent ein.

Der Kurs des Euro fiel auf zuletzt 1,2227 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2273 (Donnerstag: 1,2252) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8148 (0,8162) Euro gekostet.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,52 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 138,78 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,02 Prozent auf 158,09 Zählern nach.

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