Besucherzahlen in der Türkei brechen weiter ein

+
Der leere Strand Konyaalti in Antalya: Wiederkehrende Terroranschläge und Reisewarnungen für die Türkei haben Urlauber verunsichert. Foto: Mirjam Schmitt

Istanbul (dpa) - Zum Beginn der Urlaubssaison sind die Besucherzahlen in der Türkei weiter eingebrochen. Im Mai seien knapp 34,7 Prozent weniger Ausländer als im Vorjahresmonat eingereist, teilte das Tourismusministerium mit.

Insgesamt kamen knapp 2,5 Millionen Gäste. Auch die Zahl der Deutschen nahm mit einem Minus von 31,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter ab. Sie stellen dennoch nach wie vor die größte Gruppe der Ausländer.

Mit einem Rückgang von knapp 91,8 Prozent nahm die Zahl der Russen in der Türkei besonders dramatisch ab. Das liegt vor allem an den angespannten Beziehungen beider Länder, die monatelang auf Eis lagen. Nach dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges Ende des vergangenen Jahres hatte Russland Sanktionen gegen die Türkei verhängt und unter anderem Charterflüge gestrichen.

Am Dienstag entschuldigte sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan jedoch bei den Hinterbliebenen des getöteten Piloten. Damit machte er den Weg frei für eine Verbesserung der Beziehungen. Russische Reisebüros hoffen, dass damit nun auch die Charterverbindungen in die Türkei wieder aufgenommen werden.

Wiederkehrende Terroranschläge und Reisewarnungen für die Türkei hatten Urlauber zuletzt zusätzlich verunsichert.

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Handwerk steigert Ausbildungszahlen - Aber fast 19 000 Stellen offen
Handwerk steigert Ausbildungszahlen - Aber fast 19 000 Stellen offen
Fipronil in Eierlikör und Backwaren - Verbraucherschutz fordert Rückruf
Fipronil in Eierlikör und Backwaren - Verbraucherschutz fordert Rückruf
Flug gestrichen, Ersatz zu spät - BGH stärkt Passagierrechte
Flug gestrichen, Ersatz zu spät - BGH stärkt Passagierrechte
Gewerkschaft IG BCE schlägt europäischen Strukturfonds vor
Gewerkschaft IG BCE schlägt europäischen Strukturfonds vor
Umwelthilfe mahnt Ikea wegen Elektroschrott zu Recht ab
Umwelthilfe mahnt Ikea wegen Elektroschrott zu Recht ab