Bahn schickt mobile Reparaturtrupps durchs Land

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Sollte ein Zugklo nicht richtig funktionieren, ist es ein Fall für den neuen mobilen Service der Bahn. Foto: Tim Brakemeier/Symbolbild

Berlin (dpa) - Toilette verstopft, Kaffeemaschine kaputt, Zugtür gesperrt: Jeder zweite Zug der Deutschen Bahn geht nach Bahn-Angaben morgens schon mit Mängeln in Betrieb.

Solche Ärgernisse für Reisende will der Staatskonzern mit einer Kundenoffensive angehen. So soll ein mobiler Service laut Bahn dafür sorgen, dass die Zugflotte zu 100 Prozent intakt ist.

Denn bisher können viele Mängel erst behoben werden, wenn der Zug in eine Bahn-Werkstatt kommt, was der Fahrplan nicht immer sofort zulässt. Die mobilen Reparaturtrupps sollen mehr schon im Bahnhof in Ordnung bringen und beispielsweise am Bahnsteig ganze Toiletten auswechseln.

Geplant ist auch, mit Sensoren für Weichenstörungen pünktlicher zu werden und öfter die richtige Wagenreihung einzuhalten, Anzeigetafeln zu verbessern und im ICE für alle Kunden kostenloses WLAN anzubieten. Nach und nach sollen mehr Städte ans Intercity-Netz kommen.

Hintergrund ist, dass die Bahn in die roten Zahlen gerutscht ist. Besonders im Fernverkehr tut sich der Konzern schwer, die Fahrgastzahlen zu halten, denn die Konkurrenz aus Fernbussen und Billigfliegern macht ihr das Leben schwer. Schärfster Rivale in Zeiten niedriger Spritpreise ist indes das Auto.

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