Verdacht auf Untreue und Betrug

ADAC stellt Strafanzeige gegen zwei Mitarbeiter

München - Der ADAC hat gegen zwei freigestellte Mitarbeiter Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München eingereicht. Ein Top-Manager und seine Mitarbeiterin sollen sich vor Gericht verantworten.

Der ehemalige Top-Manager und seine Mitarbeiterin würden der Untreue und des Betrugs verdächtigt, teilte der Autoclub am Freitag in München mit. Ende vergangener Woche hatte der ADAC die beiden vorläufig von ihren Aufgaben freigestellt und mit sofortiger Wirkung von ihren Funktionen, unter anderem als Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft, abberufen.

Dem langjährigen Manager und seiner Mitarbeiterin wird vorgeworfen, über Jahre hinweg in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. ADAC-Geschäftsführer Mahbod Asgari erklärte, "individuelles Fehlverhalten" habe im Club "keine Chance" und bleibe nicht folgenlos. Nach seiner Neuausrichtung habe der ADAC eine "Transparenz- und Glaubwürdigkeitsoffensive versprochen", daran wolle er sich "messen lassen".

Anfang des vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass der ADAC die Leserwahl zum Autopreis Gelber Engel manipuliert hatte. Die Enthüllung markierte den Anfang einer Skandalserie. Danach folgten weitere Enthüllungen etwa über die private Nutzung der Rettungshubschrauber. Die Skandale kosteten den ADAC nach eigenen Angaben rund eine halbe Million Mitglieder. Im Dezember beschloss der Autoclub ein Reformprogramm, mit dem er unter anderem seine Vereinsaktivitäten von seinen Wirtschaftsaktivitäten trennte.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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