Preisverfall hält an

Absturz der Ölpreise drückt Inflation auf Niveau von 2009

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Ölpumpe auf einem Ölfeld bei Taft in Kalifornien.

Wiesbaden - Der Absturz der Ölpreise hat die Inflation in Deutschland im vergangenen Jahr voraussichtlich auf das Niveau des Krisenjahres 2009 gedrückt. Die genauen Zahlen veröffentlicht das Statistische Bundesamt an diesem Montag.

Volkswirte rechnen mit einer Jahresteuerung von 0,2 bis 0,3 Prozent. Damit wären die Verbraucherpreise ähnlich langsam gestiegen wie 2009 als die weltweite Wirtschaftskrise auf Deutschland durchgeschlagen hatte.

Hauptgrund für die seit Monaten extrem niedrige Inflation ist der Preisverfall bei Erdöl. Davon profitieren Verbraucher beim Tanken und Heizen ebenso wie die Industrie in Form niedrigerer Energiekosten. Währungshüter halten zu geringe Inflationsraten allerdings für eine Konjunkturgefahr. Denn Konsumenten wie Unternehmen könnten sich in der Hoffnung auf weiter sinkende Preise bei Investitionen bremsen lassen.

Ökonomen gehen davon aus, dass die Teuerungsrate 2016 langsam anziehen wird - auch weil die Europäische Zentralbank (EZB) die Märkte weiterhin mit billigem Geld flutet.

Bundesamt zu Inflation

Statistisches Bundesamt zur Berechnung des Verbrauchpreisindex

Preis-Kaleidoskop Bundesamt

Bundesamt-Video zur Berechnung der Verbraucherpreise

EZB-Lernspiel zu Inflation und Deflation

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