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49-Euro-Ticket ab 1. Mai: Experte rechnet mit vollen Zügen

Das 49-Euro-Ticket erst ab Mai. Schon jetzt ist eine hohe Nachfrage zu sehen. Das wird laut Fahrgastverbund Pro Bahn NRW zu vollen Zügen führen.

  • In wenigen Tagen startet das 49-Euro-Ticket.
  • Aufgrund des Deutschlandtickets könnte es wieder zu vollen Zügen kommen.
  • Laut dem Umweltministerium NRW wurden bislang bundesweit rund 750.000 neue Abos abgeschlossen.
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Alle aktuellen Infos zum 49-Euro-Ticket finden sie nun hier.

Update vom 28. April, 7:13 Uhr: In wenigen Tagen startet das Deutschlandticket. Für 49 Euro können Nutzer dann durch ganz Deutschland mit Bus und Bahn fahren. Nach Ansicht des Fahrgastverbandes Pro Bahn NRW muss darum am Wochenende und Feiertagen mit vollen Regionalzügen gerechnet werden.

Besonders in Regionalzügen mit langen Fahrstrecken, die erfahrungsgemäß für Ausflüge und weitere Freizeitaktivitäten von Familien genutzt würden, könnte es in diesem Sommer wieder voll werden, sagte der Sprecher des Landesverbandes NRW, Lothar Ebbers, der Deutschen Presse-Agentur. So voll wie beim 9-Euro-Ticket werde es aber wohl nicht, schätzt Ebbers.

Wie viele Ausflügler bereits zum Start des Deutschlandtickets am 1. Mai damit in Bussen und Bahnen fahren werden, hänge auch vom Wetter ab. Als die ersten Härtetests für den Regionalverkehr nach dem Start des Deutschlandtickets sieht Ebbers Himmelfahrt sowie Pfingsten. Zu vollen Zügen könnten aber auch Baustellen mit Einschränkungen im Regionalverkehr beitragen – und davon gibt es gerade im Rheinland und im Ruhrgebiet viele.

49-Euro-Ticket ab 1. Mai: Schon 750.000 Deutschlandtickets verkauft

Update vom 25. April, 15:21 Uhr: Ab dem 1. Mai können Menschen in ganz Deutschland mit dem 49-Euro-Ticket Bus und Bahn fahren – und die Nachfrage scheint hoch, wie das Umweltministerium NRW am 25. April mitteilt. „Allein seit Beginn des Vorverkaufes Anfang April wurden nach einer Erhebung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) rund 750.000 neue Deutschlandticket-Abos verkauft. Die Verkehrsunternehmen rechnen in den kommenden Wochen und Monaten mit insgesamt fünf bis sechs Millionen neuen Abonnentinnen und Abonnenten“, teilt das Ministerium mit.

Hinzu kämen noch etwa „elf Millionen Stammkundinnen und Stammkunden, die von ihren aktuellen Abos zum günstigeren Deutschlandticket wechseln werden“. Oliver Krischer, NRW-Verkehrsminister und Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz von Bund und Ländern, sagt: „Das Deutschlandticket ist das größte Reformprojekt im öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) und wird ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg hin zur Verkehrswende. Jetzt können wir jeder Person, die es will, ein bundesweites, günstiges und einfaches Ticket zum Verkaufsstart anbieten“. Und zur Nutzung ab 1. Mai.

49-Euro-Ticket ab 1. Mai: Vorverkauf gestartet – bereits hohe Nachfrage

Update vom 18. April, 11:03 Uhr: Wer sich das 49-Euro-Ticket für Mai kaufen möchten, kann bereits jetzt Pech haben. Denn der Vorverkauf ist offiziell beendet. Am 3. April war der Vorverkauf zum Deutschlandticket gestartet. Schon eine Woche später war er am Ostermontag (10. April) wieder beendet. Denn grundsätzlich gilt, dass das 49-Euro-Tickets nur bis zum 10. Tag eines Monats für den Folgemonat erworben werden kann. Aber: Bei vielen Verkehrsbetrieben ist das Ticket auch nach der Frist noch erhältlich – wenngleich nur aus Kulanz der jeweiligen Anbieter.

Auch das Kündigen vom 49-Euro-Ticket ist kompliziert. Kundinnen und Kunden müssen dringend darauf achten, bis zum 10. eines Monats zu kündigen – sonst läuft das Abo gegebenenfalls noch einen Monat länger.

49-Euro-Ticket: Sonderregelung für viele Bahnkunden entfällt womöglich

Update vom 8. April, 14:45 Uhr: Wenige Wochen vor dem Start des 49-Euro-Tickets ist es bislang unklar, ob Reisende im Sauerland auch weiterhin von einer Sonderregelung profitieren: Zwischen Dortmund und Dillenburg dürfen Bahnkunden bislang mit ihrem Nahverkehrsticket auch einige Fernzüge nutzen. Dafür sind sechs IC-Verbindungen in beide Richtungen freigegeben. Durch die Sperrung der Rahmedetalbrücke auf der A45 kommt es aktuell zu erheblichen Verkehrsproblemen. Die Region sollte deshalb durch die Regelung entlastet werden.

Mit Einführung des 49-Euro-Tickets könnte diese Sonderregelung für viele Reisende nicht mehr greifen, denn: Nach jetzigem Stand gilt das 49-Euro-Ticket nicht für ICs. Deshalb laufen aktuell Verhandlungen zwischen dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und der Deutschen Bahn, wie beide Seiten bestätigten. „Wir wollen uns dafür einsetzen, dass Kunden auch mit dem Deutschlandticket weiterhin im IC fahren können“, so ein Sprecher des NWL. Die Bahn verlangt wiederum einen finanziellen Ausgleich für den Wegfall möglicher Verkäufe von IC-Tickets.

Sollten sich die Parteien nicht einigen, wird es keine Anerkennung des 49-Euro-Tickets in Fernverkehrszügen geben, wie ein Bahnsprecher betonte. Eine Einigung vor dem Start des 49-Euro-Tickets sei nach Einschätzung des NWL-Sprechers eher unwahrscheinlich. Im Laufe des Jahres solle jedoch eine Lösung gefunden werden.

Nachfrage nach 49-Euro-Tickets zum Start des Vorverkaufs hoch

Update vom 4. April, 7:20 Uhr: Der Vorverkauf des 49-Euro-Tickets ist am Montag, 3. April 2023, erfolgreich gestartet. Schon jetzt ist die Nachfrage nach dem Deutschlandticket, das ab dem 1. Mai gültig ist, hoch. „Die Menschen wollen das Deutschlandticket. Heute Vormittag hatten wir doppelt so viel Traffic auf unseren digitalen Verkaufskanälen wie an einem gewöhnlichen Montag“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn gegenüber der dpa. Ein Abschluss ist neben dem Onlinekauf, auch in den jeweiligen Kundenzentren vor Ort möglich. Es wird als Chipkarte oder Handyticket ausgegeben.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen geht von rund 5,6 Millionen neuen Kundinnen und Kunden aus. Elf Millionen Bestands-Abo-Kunden werden der Prognose zufolge auf das Deutschlandticket wechseln.

49-Euro-Ticket: Vorverkauf gestartet – das müssen Fahrgäste wissen

Update vom 3. April, 6:30 Uhr: Ab heute gibt es das 49-Euro-Ticket zu kaufen. Es gilt allerdings für die Fahrgäste im Nah- und Regionalverkehr erst ab dem 1. Mai. Dann können Nutzer damit in ganz Deutschland unterwegs sein. Der Fernverkehr und private Anbieter sind hingegen dabei ausgeschlossen.

Das Deutschlandticket ist ein Abonnement, das monatlich kündbar ist. Es ist an eine Person gebunden und kann nicht an andere Nutzer weitergereicht werden. Die Verkehrsbetriebe verkaufen es online und über die jeweilige Handyapp. Es kann auch über die Kundenzentren bestellt werden. Ab 1. Mai kann es digital auf dem Handy genutzt werden. Alternativ ist auch eine Chipkarte möglich. Ein Kauf an Automaten oder in Papierform ist allerdings nicht vorgesehen.

In Nordrhein-Westfalen sind eine Reihe von Zusatzregelungen zum Deutschlandticket geplant oder im Gespräch, die aber nur innerhalb des Bundeslandes gültig sein werden. Zum 1. Juli soll als Ergänzung zum Deutschlandticket ein NRW-weit geltendes Fahrrad-Monatsabo zum Preis von 39 Euro angeboten werden, berichtet die dpa. Zum 1. Juli ist ein Zusatzticket für die 1. Klasse für 69 Euro pro Monat geplant, das aber ebenfalls nur in NRW gilt. Außerdem ist ein NRW-weit gültiges Sozialticket geplant. Schülern soll ebenfalls noch ein Angebot für NRW-weite Fahrten mit dem Nah- und Regionalverkehr gemacht werden. Die Preise und Starttermine für diese Angebote stehen bisher noch nicht fest.

Das 49-Euro-Ticket kommt – letzte Hürde genommen

Update vom 2. April, 14:30 Uhr: NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet zum Verkaufsstart des 49-Euro-Tickets am Montag mit großem Zuspruch. Die Mobilität im ÖPNV werde durch das neue Angebot mit einem Ticket, Preis und Tarifgebiet neu gedacht, sagte der Grünen-Politiker nach Angaben seines Ministeriums am Sonntag. „Die Zeiten, in denen Kundinnen und Kunden ein Tarifabitur beim Fahrtenkauf brauchen, sind vorbei“.

Millionen Pendlerinnen und Pendler würden durch das neue Ticket entlastet. Zudem werde vielen Menschen ein Anreiz für klimafreundliche Mobilität geboten. Krischer ist neben seiner Tätigkeit als Minister auch Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz von Bund und Länder.

Nach Zustimmung im Bundestag: Bundesrat stimmt Finanzierungsgesetz vom 49-Euro-Ticket zu

Update vom 31. März, 11:55 Uhr: Der Weg für den Start des 49-Euro-Tickets am 1. Mai ist frei. Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat einem Finanzierungsgesetz zugestimmt. Demnach stellt der Bund von 2023 bis 2025 jeweils 1,5 Milliarden Euro bereit, um Einnahmeausfälle bei Verkehrsanbietern wegen des günstigen Ticketpreises zur Hälfte auszugleichen. Für die andere Hälfte sollen die Länder aufkommen. Eine Genehmigung des 49-Euro-Tickets durch der EU-Kommission sei nicht notwendig, teilte das Bundesverkehrsministerium mit.

Vorverkauf des 49-Euro-Tickets startet am Montag

Update vom 31. März, 9:55 Uhr: Am Montag, den 3. April startet der Vorverkauf des 49-Euro-Ticket. Auch in NRW können Kunden sich dann ihr Deutschlandticket als Chipkarte oder in digitaler Form sichern. Kaufen kann man das 49-Euro-Ticket bei allen Verkehrsunternehmen vor Ort in den Kundenzentren oder auch online. Für Chipkartennutzer bietet die KVB in Köln mehrere Vorteile beim 49-Euro-Ticket an. Dazu zählen unter anderem Freiminuten bei der Nutzung von KVB-Rädern.

49-Euro-Ticket günstiger: NRW prüft Einführung eines Sozialtarifs

Update vom 29. März, 10:20 Uhr: Nordrhein-Westfalen prüft die Einführung eines günstigeren Sozialtarifes zum 49-Euro-Ticket in den nächsten Monaten. Das kündigte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) laut dpa am Mittwoch wenige Tage vor dem bundesweiten Verkaufsstart des Deutschlandtickets am 3. April in Düsseldorf an. „Mobilität muss für alle einfacher und besser werden und vor allem bezahlbar bleiben“, so der Minister. Auch andere Bundesländer prüften die Einführung eines Sozialtarifs zum Deutschlandticket.

Niedersachsens Verkehrsminister: Preis des 49-Euro-Ticket soll zwei Jahre gleich bleiben

Update vom 28. März, 16:38 Uhr: Der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies ist dafür, den Preis des Deutschlandtickets von 49 Euro monatlich in den ersten beiden Jahren nicht zu erhöhen. „Mein Ziel wäre, ganz klar zu sagen, diese ersten beiden Einführungsjahre müssen verlässlich sein“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Damit will er vor allem möglichen Auto-Umsteigern eine Garantie geben.

Aber nach zwei Jahren müsse man dann überlegen, ob sich der Preis des 49-Euro-Tickets wegen der Inflation oder anderer Faktoren ändert – sprich erhöht. „Aber man darf nicht den Eindruck erwecken, das ist ein Lockangebot. Dann gewinnen wir die Menschen nicht für die öffentliche Mobilität“, sagte Lies.

49-Euro-Ticket nicht genug? Länder-Treffen soll Klarheit bringen

Update vom 23. März, 7:22 Uhr: Die Verkehrsminister der Bundesländer beenden am Donnerstag ihre zweitägigen Beratungen in Aachen. Am Mittag sollen die Ergebnisse vorgestellt werden. Auf der Agenda der Minister standen vor allem offene Regelungsdetails zum 49-Euro-Ticket, für das der Bundestag vergangene Woche grünes Licht gegeben hatte. In einigen Regionen haben die Verkehrsverbünde bereits spezielle Zusatzfahrscheine für Extra-Leistungen in Aussicht gestellt – etwa um weitere Personen, Tiere oder Fahrräder günstig mitnehmen zu können. Hier soll sich die Verkehrsministerkonferenz um Harmonisierungen bemühen.

49-Euro-Ticket in Schleswig-Holstein für Landesbeschäftigte zum Schnäppchenpreis

Update vom 22. März, 22:49 Uhr: Wer beim Land Schleswig-Holstein beschäftigt ist, wird das 49-Euro-Ticket zum Schnäppchenpreis von nur 16,55 Euro bekommen. Das teilte das Finanzministerium des Bundeslandes am Dienstag mit. Demnach gebe es, wie seit 2021 für das Jobticket der Nahverkehrsgesellschaft Nah.SH, auch für das Deutschlandticket einen Landeszuschuss von 30 Euro. Dazu kommt noch ein Nah.SH-Rabatt von 2,45 Euro.

„Unsere Beschäftigten können künftig zwischen Jobticket und Deutschlandticket wählen“, erläuterte Ministerin Monika Heinold (Grüne). „Ich hoffe, dass auch andere Arbeitgeber diesen Schritt gehen und damit aktiver Teil der Mobilitätswende werden.“ Derzeit nutzen rund 5000 Landesbedienstete in Schleswig-Holstein das Jobticket.

49-Euro-Ticket: Kündigung ist komplizierter als gedacht

Update vom 22. März, 14:20 Uhr: Wer sich ab Mai ein Deutschlandticket zulegt, sollte beim Kauf einiges beachten. Zum Beispiel lohnt sich ein Kauf mitten im Monat nur bedingt, da das Abo jeweils nur vom ersten bis letzten Tages eines Monats gilt und nicht eine bestimmte Anzahl an Tagen. Auch die Kündigung des 49-Euro-Tickets ist deutlich weniger flexibel als gedacht. Zwar ist diese wie angekündigt monatlich möglich, aber immer nur am Anfang des Monats. „Wer das D-Ticket nicht mehr benötigt, kann sein Abo bis zum 10. eines Monats zum Monatsende kündigen“, heißt auf der D-Ticket-Website, die vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) betrieben wird.

Deutschlandticket – Verkehrsminister kommen in Aachen zusammen

Update vom 22. März, 8:18 Uhr: Die Verkehrsminister der 16 Bundesländer beginnen am Mittwoch (22. März) zweitägige Beratungen in Aachen. Im Mittelpunkt stehen offene Fragen zum 49-Euro-Ticket für den Nahverkehr. Das bundesweit gültige Deutschlandticket soll am 1. Mai starten und ab April zum Verkauf stehen. Der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Nordrhein-Westfalens Ressortchef Oliver Krischer (Grüne), strebt im Tarifgefüge rund um den Fahrschein möglichst einheitliche Verfahren an – etwa beim Studententicket.

Auch die Frage, wie mit der Fahrradmitnahme umgegangen wird, soll diskutiert werden. Die Ergebnisse der Verkehrsministerkonferenz sollen der Öffentlichkeit am Donnerstag (23. März) vorgestellt werden. Zu beiden Konferenztagen haben Klima-Aktivisten und Umweltverbände verschiedene Demonstrationen in Aachen angemeldet - am Donnerstag mit mehreren Hundert Teilnehmern.

Die wichtigsten Fragen & Antworten zum 49-Euro-Ticket

Rund um das Deutschlandticket sind viele Dinge noch ziemlich unklar. 24RHEIN beantwortet die wichtigsten Fragen zum 49-Euro-Ticket.

Der DGB fordert Nachbesserungen beim 49-Euro-Ticket – Länder wollen offene Fragen angehen

Update vom 21. März, 14:43 Uhr: In wenigen Wochen geht das 49-Euro-Ticket offiziell an den Start, jedoch sind immer noch viele Fragen offen. Für das bisher geplante findet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nun deutliche Kritik. Viele Gruppen kämen zu kurz. Deshalb fordert der DGB, das Deutschlandticket bundesweit um günstigere Sozial-, Studierenden- und Azubi-Tickets zu erweitern.

Laut dem DGB müsste zudem aus den Fehlern des 9-Euro-Tickets gelernt werden. Viele Busse und Züge seien im vergangenen Sommer überlastet und der Arbeitsaufwand kaum zu bewältigen gewesen, sagte der DGB NRW Süd-West der Deutschen-Presse-Agentur. Mit der Einführung des 49-Euro-Tickets würde sich diese Situation weiter verschärfen. Um das somit nötige Personal zu gewinnen, seien bessere Löhne und Arbeitsbedingungen unerlässlich.

Am Mittwoch (22. Dezember) startet in Aachen die nächste Verkehrsministerkonferenz, die sich ganz besonders mit dem Deutschlandticket beschäftigen wird. Die Länder streben dabei an, möglichst einheitliche Verfahren zu finden, erklärt NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer. Zum Beispiel beim Semester- beziehungsweise Studierendenticket oder der Fahrradmitnahme.

49-Euro-Ticket soll Millionen Fahrgästen günstiger angeboten werden

Das Deutschlandticket könnte für viele Menschen noch günstiger als 49 Euro im Monat werden.

Update vom 20. März, 12:25 Uhr: Die Bundesländer setzen sich dafür ein, dass viele Gruppen das Deutschlandticket in zukünftig für weniger als 49 Euro bekommen werden. Hauptfokus ist dabei erstmal eine bundesweite Lösung für Studierende. Sachsen setzt sich federführend für die Länder beim Bund für eine „Brückenlösung“ im Semesterticket-Solidarmodell ein. „Wir wollen mit einem Rabatt von zehn Prozent auf das Deutschlandticket die Attraktivität des Angebotes steigern und den Erhalt der Solidarmodelle ermöglichen“, begründete Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) den Vorschlag am Sonntag (19. März)

Diese Wochen sollen dazu Gespräche zwischen Bund und Ländern stattfinden. Wie auch bereits vom NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer oftmals betont, sei das Ziel ein bundesweiter Studenten-Rabatt auf das 49-Euro-Ticket. Aber auch andere Menschen sollen das Deutschlandticket günstige erhalten. Denn die Länder wollen zudem über ein generelles, bundesweit einheitliches Sozialticket mit Vorteilen für Schüler, Lehrlinge, Studenten und Senioren reden.

Semestertickets sollen bald günstiger als 49-Euro-Ticket werden

Update vom 17. März, 16:34 Uhr: Das 49-Euro-Ticket war zuletzt Thema im Wissenschaftsausschuss im NRW-Landtag. Auf Anfrage der SPD-Fraktion wurden dabei die konkreten Auswirkungen vom 49-Euro-Ticket auf das NRW-Semesterticket besprochen. Dazu hat die NRW-Landesregierung Stellung bezogen. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer sagte: „Perspektivisch soll den Studierenden der Zugang zum Deutschlandticket günstiger als zum Standardpreis ermöglicht werden“. Sprich: Für Studierende soll es eine Ermäßigung geben. Geht es nach der Landesregierung, sollte es einen entsprechenden Rabatt bundeweit geben.

Bundestag beschließt Finanzierung für das 49-Euro-Ticket

Update vom 16. März, 14:27 Uhr: Das 49-Euro-Ticket hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Der Bundestag hat am Donnerstag (16. März) den Gesetzeswurf zur Finanzierung des neuen ÖPNV-Abos offiziell beschlossen. Die Ampel-Koalitionsfraktionen stimmten zu, die Linke enthielt sich, Union und AfD votierten derweil dagegen. In dem neuen Gesetz ist die finanzielle Unterstützung des Bundes von 2023 bis 2025 (jeweils 1,5 Milliarden Euro) festgehalten. Dadurch sollen Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen zur Hälfte ausgeglichen werden. Für die andere Hälfte kommen die Länder auf.

Komplett in trockenen Tüchern ist das Deutschlandticket damit aber noch nicht. Denn dem Gesetz muss einerseits der Bundesrat und andererseits die EU-Kommission noch zustimmen. Beides ist jedoch äußerst wahrscheinlich.

49-Euro-Ticket: Behörde hält Deutschlandticket für „verfassungsrechtlich bedenklich“

Update vom 14. März, 15:30 Uhr: Der Bundesrechnungshof hat die Bundesregierung in einem Bericht an den Haushaltsausschuss auf rechtliche Risiken beim 49-Euro-Ticket hingewiesen. In einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, es sei insbesondere „verfassungsrechtlich bedenklich“, sollte die Einführung und konkrete Ausgestaltung des Tickets über eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zustande kommen.

Als Hintergrund seiner Bedenken führt der Bundesrechnungshof laut dpa eine rechtliche Grenze aus dem Grundgesetz an. Dort ist festgelegt, dass die Organisation des ÖPNV in Deutschland Sache der Länder sei. Bereits zuvor hatte das Bundesverkehrsministerium betont, dass es für die Einführung des 49-Euro-Tickets einen Staatsvertrag der Länder brauche. „Der Einfluss des Bundes sei dabei außerordentlich begrenzt“ so das Ministerium gegenüber der dpa.

49-Euro-Ticket: Flixbus droht mit Streckenverkleinerung

Update vom 12. März, 16:14 Uhr: Das Fernbus-Unternehmen Flixbus droht mit einer deutlichen Verkleinerung seines Streckennetzes, wenn es nicht Teil des 49-Euro-Tickets wird. „Wir müssten voraussichtlich bis zu 20 Prozent des Gesamtangebots in Deutschland streichen“, sagte Flixbus-Chef André Schwämmlein der Bild-Zeitung. Insgesamt würde sich dann „das Fernbusangebot in 150 deutschen Städten verschlechtern oder es würde ganz wegfallen“. Einzelne Regionen könnten vom Fernbus-Netz „abgeschnitten werden“.

49-Euro-Ticket: Preis soll regelmäßig geprüft werden

Update vom 10. März, 22:53 Uhr: Schon bevor das 49-Euro-Ticket am 1. Mai offiziell erscheint, sieht es ganz danach aus, als würde der Preis für das Ticket nicht allzu lange Bestand haben können. Die Bundesländer forderten zuletzt, eine feste regelmäßige Überprüfung, ob der Preis für das Ticket von zunächst 49 Euro erhöht werden muss.

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) erklärte am Freitag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass man das Deutschlandticket „selbstverständlich evaluieren muss“. Das habe man auch vereinbart. „Aber wir sollten jetzt nicht den dritten und vierten Schritt vor dem ersten gehen“, so Wissing weiter. Wichtig sei ihm zunächst vor allem ein reibungsloser Start.

Aber auch der Umstand, dass mittlerweile verstärkt vom „Deutschlandticket“ und nicht vom „49-Euro-Ticket“ gesprochen wird, scheint eine zukünftige Preiserhöhung als wahrscheinlich gelten.

49-Euro-Ticket kaufen: So kann man das Deutschlandticket vorbestellen

Das Verkehrsunternehmen Transdev hatte im Januar den Startschuss für die Vorbestellungen des 49-Euro-Tickets gesetzt. In den letzten Wochen sind dem aber immer mehr lokale Anbieter gefolgt. Mittlerweile kann man zum Beispiel in NRW das Deutschlandticket bei der KVB in Köln, der Rheinbahn in Düsseldorf oder bei den SWB in Bonn vorbestellen. Bei der Deutsche Bahn ist das noch nicht möglich.

Die Vorbestellungen für das 49-Euro-Ticket sind auf verschiedene Weisen möglich. Entweder online über die Apps und Online-Shops der jeweiligen Verkehrsunternehmen oder auch per Bestellschein in den Kundenzentren. Dasselbe gilt dann auch für den Verkauf selbst. An Automaten wird es das Deutschlandticket somit nicht geben.

49-Euro-Ticket: Worauf man bei der Vorbestellung achten sollte

Aufgrund der bundesweiten Gültigkeit ist grundsätzlich egal, bei welchem Verkehrsunternehmen Bus- und Bahn-Fahrende das 49-Euro-Ticket kaufen. Wer aber bereits irgendeine Form von ÖPNV-Abo besitzt, sollte bei der Vorbestellung auf gewisse Dinge achten.

Bei vielen Verkehrsunternehmen wie zum Beispiel der KVB in Köln werden alle Kundinnen und Kunden aktiv angeschrieben, ob sie auf das Deutschlandticket wechseln wollen. Zwar ist das Preis/Leistung-Verhältnis bei diesem meist besser, doch viele Zusatzleistungen wie Mitnahme von Personen, Hunden oder Fahrrädern fallen beim bundesweiten Ticket weg. Für Job- und Großkundentickets werden derweil die Unternehmen kontaktiert, die wiederum ihre Arbeitnehmer informieren sollen. Für Studierende wird es außerdem ein extra „Upgrade-Ticket“ zum Semesterticket geben. (os mit dpa) Dieser Text wird laufend aktualisiert.

Rubriklistenbild: © aal.photo/Imago

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