Aus für KiKa und Co?

Desaster bei ARD und ZDF: 7 TV-Sender stehen vor dem Aus

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sollen reformiert werden. Am 1. Juli 2023 soll der neue Medienstaatsvertrag in Kraft treten. Dies könnte das Aus für einige beliebte TV-Sender bedeuten.

Berlin - Seit vielen Jahren wird eine Reform der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gefordert. Nun könnte es bald so weit sein - mit schweren Folgen für viele beliebte TV-Sender.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk wird reformiert

Spätestens seit der rbb-Krise und dem Skandal um die damalige Intendantin Patricia Schlesinger ist klar: so wie bisher kann es mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht weitergehen.

Stehen diese Sender bald vor dem Aus?

Bereits im Juni 2022 einigten sich die die Länder auf eine Änderung im Staatsvertrag. Der neue Medienstaatsvertrag soll am 1. Juli 2023 in Kraft treten. Beschlossen wurde unter anderem, dass folgende lineare TV-Sender auch weiterhin bestehen bleiben sollen: Das Erste (ARD), ZDF, die Kulturkanäle 3Sat, Arte sowie die dritten Programme der ARD. Jedoch wurden insgesamt weniger lineare Fernsehkanäle beauftragt.

Rundfunkgebühren

Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist nicht Gegenstand des neuen Medienstaatsvertrages. Diese soll erst in einem weiteren Reformschritt verhandelt werden. Die Rundfunkgebühren bleiben daher vorerst bei 18,36 Euro pro Person und Haushalt.

Neuer Medienstaatsvertrag: beliebten TV-Sendern droht das Aus

Schlecht sieht es daher für die folgenden beliebten TV-Sender aus: dem Kinderkanal (KiKA), ARD-alpha, ONE, tagesschau24, Phoenix, ZDFinfo und ZDFneo. Diese könnten bald aus der TV-Landschaft verschwinden. Denn die Sender können hier in Abstimmung mit den Gremien entscheiden, wie es mit den genannten Kanälen weitergeht. Sie können sowohl weiterlaufen, eingestampft oder gar ins Internet umgelegt werden. Für letzteres bedarf es jedoch einer Zustimmung der Gremien.

Bevor der neue Medienstaatsvertrag am 1. Juli 2023 in Kraft tritt, müssen zunächst noch die Länderparlamente zustimmen.

Beim ZDF kam es am Mittwochabend zu einer Premiere. Erstmals nach 1729 Sendungen musste Markus Lanz seine Talkshow ausfallen lassen. Verwendete Quellen: tagesschau.de

Rubriklistenbild: © IMAGO / imagebroker/grassegger & Horst Galuschka & fotokombinat

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