Mit Geld eine Art Rücklage schaffen

SWR-Intendant gegen Senkung des Rundfunkbeitrags

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SWR-Intendant Peter Boudgoust.

Mainz - Während sich die Expertenkommission KEF für die Senkung des Rundfunkbeitrags um 30 Cent ausgesprochen hat, äußert der SWR-Intendant Peter Boudgoust seine Bedenken.

Der Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Peter Boudgoust, hält eine Senkung des Rundfunkbeitrags nicht für sinnvoll. "Es würde eine Absenkung um 30 Cent geben, die von den meisten Menschen gar nicht wahrgenommen würde", sagte Boudgoust am Dienstag in Mainz. In vier, fünf Jahren würde dies aber die Finanzierungslücke vergrößern.

"Ich würde es für ein Gebot pragmatischer Klugheit halten, darauf zu verzichten." Er halte es für geboten, mit dem Geld eine Art Rücklage zu schaffen. Der SWR ist die zweitgrößte ARD-Anstalt.

Die Expertenkommission KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarf von Rundfunkanstalten) hatte vorgeschlagen, den Beitrag wegen eines Einnahmenüberschusses von über einer halben Milliarde Euro ab nächstem Jahr von 17,50 Euro auf 17,20 Euro im Monat zu senken. Sie warnt zugleich davor, dass die Zuschauer und Zuhörer wegen steigender Aufwendungen in fünf Jahren wieder mehr bezahlen müssen. Die Ministerpräsidenten werden bei ihrer Konferenz am Donnerstag in Berlin voraussichtlich noch keine Entscheidung über die Beitragshöhe treffen.

Boudgoust: "Die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Journalismus"

Das "Junge Angebot" von ARD und ZDF im Internet ist nach Angaben von Boudgoust vor dem geplanten Start im Oktober auf der Zielgeraden. 15 Mitarbeiter planen und koordinieren das Projekt derzeit in Mainz. Das Angebot startet mit einer eigenen App, aber auch in sozialen Netzwerken. "Das ist auch so etwas wie die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Journalismus", sagte Boudgoust. Der Name des Angebots werde noch abgestimmt und rechtzeitig vor dem Start bekanntgegeben.

dpa

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