Trotz Mehreinnahmen

Über 19 Euro: Rundfunkbeitrag könnte deutlich steigen

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Mainz - Neuer Streit um den Rundfunkbeitrag: Obwohl er seit der Änderung mehr einbringt, werden ARD, ZDF und Deutschlandradio möglicherweise spürbar teurer. Grund dafür sind zusätzliche Kosten.

Nach internen Berechnungen könnte der Rundfunkbeitrag ab 2021 auf mehr als 19 Euro im Monat steigen, wenn keine Strukturreformen vorgenommen werden sollten, hieß es am Donnerstag aus Expertenkreisen. Die Berechnung war Thema bei einer Konferenz der Expertenkommission KEF und von Ländervertretern. Derzeit muss ein Haushalt 17,50 Euro im Monat für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zahlen. Der Fachdienst „Medienkorrespondenz“ hatte über eine Steigerung auf über 19 Euro berichtet.

Die KEF schlägt in ihrem neuen Bericht, der am 13. April in Mainz vorgestellt wird, angesichts von Mehreinnahmen eine Senkung um 29 Cent im Monat ab dem nächsten Jahr vor. Die Länder wollen den Rundfunkbeitrag nach Angaben von Rheinland-Pfalz in den kommenden Jahren allerdings mindestens stabil halten. Deshalb stehen einige Länder einer Senkung des Beitrags kritisch gegenüber. Die Ministerpräsidenten wollen im Sommer darüber entscheiden. 

Der Beitrag bringt mehr Geld ein als ursprünglich erwartet. So wurden nach einem Datenabgleich diejenigen, die noch nicht gezahlt hatten, nach Angaben der öffentlich-rechtlichen Sender automatisch angemeldet.

dpa

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