"Plötzlich Gigolo" will ein Woody-Allen-Film sein

In „Plötzlich Gigolo“ erinnert alls an einen Woody-Allen-Film. Doch der spielt in der Komödie von Regisseur John Turturro nur mit.

New York, ein Rabbi, viel Jazz im Soundtrack, ein paar leicht verpeilte Figuren, Woody Allen in einer der Hauptrollen, dazu viele Gespräche über die Liebe. Klingt nach dem neuesten Allen-Film. Doch der spielt in „Plötzlich Gigolo“ nur mit.

Tatsächlich hat John Turturro die Inszenierung zu verantworten, der zusätzlich den Part des titelgebenden Gigolos übernommen hat. Der heißt Fioravante und jobbt sich noch mit Mitte Fünfzig durchs Leben, bis sein Kumpel Murray (Allen) einen lukrativen Einfall hat: Fioravante soll Murrays alleinstehende Hautärztin (Sharon Stone) beglücken, gegen Cash, versteht sich. Der Plan geht auf, bald kann sich Fioravante dank der Mund-zu-Mund-Propaganda vor Avancen kaum noch retten.

Auch wenn alles an einen Allen-Film erinnert, bleibt Turturro weit hinter seinem sichtlich verehrten Vorbild zurück. Zwar können sich auch die weniger gelungenen Filme des Meisters dehnen. Doch solche Längen wie „Plötzlich Gigolo“ haben sie kaum.

ulf

Rubriklistenbild: © Concorde Filmverleih

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