John Oliver macht 9000 Amerikaner happy

Schuldenerlass: TV-Moderator "verschenkt" 15 Millionen Dollar

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John Oliver klärt auf witzige Weise auf - und hilft ganz konkret.

New York - Wie kein anderer stellt John Oliver in seiner TV-Show auf witzige Weise Missstände in der amerikanischen Politik und Wirtschaft bloß. Diesmal hat er sich allerdings selbst übertroffen.

In seiner Sendung „Last Week Tonight“ im US-Fernsehen berichtete der britische Satiriker über eine Schattenindustrie in einigen Bundesstaaten, die Privatschulden aufkaufe, um sie dann mit zweifelhaften Methoden einzutreiben. Firmen, die Banken oder anderen Gläubigern Schulden abkaufen, bezahlen dafür in der Regel nur einen Bruchteil des Nennwerts, wie Oliver erklärte. Meist sei eine Rückzahlung durch die Schuldner unwahrscheinlich.

Oliver gründete daher ein Inkassounternehmen im Staat Mississippi, wie er erzählte. Seiner Firma seien daraufhin Schulden für medizinische Behandlungen aus Texas in Höhe von rund 15 Millionen Dollar (umgerechnet etwa 13,2 Millionen Euro) für knapp 60 000 Dollar (rund 52 800 Euro) angeboten worden. Also habe er sie gekauft, sagte Oliver in seiner Sendung am Sonntag (Ortszeit).

Wenn er wolle, könne er Mitarbeiter bei den Schuldnern seiner Firma anrufen und „ihr Leben auf den Kopf stellen“ lassen, sagte Oliver. „Daran wäre absolut nichts falsch, abgesehen davon, dass absolut alles daran falsch ist.“ Stattdessen werde er die Schulden erlassen, erklärte er. Dann drückte Oliver feierlich auf einen symbolischen roten Knopf und sagte: „Ihr seht mir dabei zu, wie ich 15 Millionen Dollar verschenke.“

dpa

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