Fantastische Folklore

„Die Melodie des Meeres“ im Kino: Kleine Kunstwerke

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Eine Szene aus dem Film "Die Melodie des Meeres". Jedes Bild ein kleines Kunstwerk.

München - Der Animationsfilm „Die Melodie des Meeres“ taucht in die irische Mythologie ab. Liebevolle Details und träumerische Musik laden die Zuschauer ein mit den Figuren in der Melancholie zu versinken.

Da sind sie wieder, die Kreise, Wellen, die detaillierten Verzierungen, die formal so exakt gestalteten Bilder, die schon Tomm Moores Debüt „Das Geheimnis von Kells“ (2009) ausgezeichnet haben. In „Die Melodie des Meeres“ legt der Regisseur die Szenen des Zeichentrickfilms an wie kleine Kunstwerke. Schön, eigenartig. Soghaft, aber nicht aufdringlich. Zusammen mit der träumerischen Musik erzeugen sie schon in der Eröffnungsszene eine melancholische Stimmung und verweisen auf Moores Kernthemen: Trauer und Folklore.

Kurz vor der Geburt ihrer Tochter übt Bronagh mit ihrem Sohn Ben die traditionellen Lieder über die Selkies, jene mythischen Wesen, die ihre Gestalt wandeln können, die im Wasser Seehund und an Land Mensch sind. Wenig später verschwindet Bronagh für immer im Meer. Ben, sein Vater und die neugeborene Saoirse bleiben zurück.

Was folgt, bettet Moore in die irische Mythologie ein. Die Selkies, die Sidhe, Meeresgott Mac Lir und Hexe Macha – es gibt sie wirklich in den Legenden. Der Regisseur mischt jedoch die Elemente der Vorlagen, führt Figuren zusammen. So verschafft er ihnen ungemeine Präsenz. Hinter der Handlung blitzt stets der Kosmos der fantastischen Geschichten Irlands auf. stefan stiletto

„Die Melodie des Meeres“

Regie: Tomm Moore

Laufzeit: 93 Minuten

Sehenswert

Dieser Film könnte Ihnen und Ihren Kindern gefallen, wenn Sie

„Das Geheimnis von Kells“ mochten.

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