"Soap-Niveau"

Sohn von Hannelore Kohl kritisiert geplantes Biopic

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Produzent Nico Hofmann dreht die Dokumentation über Hannelore Kohl. 

Berlin - Filmproduzent Nico Hofmann hat die Kritik von Walter Kohl am geplanten TV-Porträt über dessen Mutter Hannelore entschieden zurückgewiesen.

„Ich habe große Achtung vor dem Lebenswerk von Helmut und Hannelore Kohl“, erklärte Hofmann, Geschäftsführer der Produktionsfirma Ufa Fiction, am Donnerstag. „Nichts liegt mir ferner, als ein solches Lebenswerk klischeehaft zu denunzieren.“

Walter Kohl, der Sohn von Altbundeskanzler Helmut Kohl, hatte in der Illustrierten „Bunte“ erklärt, das von Regisseur Raymond Ley und Produzent Hofmann geplante Projekt bewege sich „in der jetzigen Fassung auf dem Qualitätsniveau einer Soap“, seine verstorbene Mutter werde als „kleinbürgerliches Dummchen“ dargestellt.

Reine Dokumentation statt Film

„Die Geschäftsführung der Ufa Fiction distanziert sich aufs Schärfste von den unzutreffenden und sachlichen Äußerungen“, hieß es in Hofmanns Mitteilung. Hannelore Kohl werde im Drehbuch nachweisbar als autonomer Charakter gezeichnet. Walter Kohl und sein Bruder Peter seien durch einen Beratervertrag in das Projekt eingebunden gewesen.

Schon Anfang des Monats hatte der NDR mitgeteilt, dass der ursprünglich als Dokudrama geplante Film als reine Dokumentation fortgeführt werde. Die Pläne für die Mischform habe man aufgegeben, „da mit ihrem Sohn Peter Kohl keine einheitliche Sichtweise auf die Anlage der Hauptfigur gefunden werden konnte“.

Hannelore Kohl, 1933 in Berlin geboren, hatte 1960 den damaligen CDU-Landtagsabgeordneten und späteren Kanzler Helmut Kohl geheiratet. Im Juli 2001 nahm sie sich das Leben.

dpa

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