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"Ted 2": Saufen mit dem Plüsch-Bär

Mit „Ted 2“ kommt die witzig-derbe Fortsetzung um den ordinären Plüschbären ins Kino. Auch Teil zwei der Komödie sollte aber nicht nur die ungehobelten Witze reduziert werden.

Erfolg erfordert eine Fortsetzung, scheint eine ausgiebig befolgte Kino-Regel zu sein. Der saufende, pöbelnde und kiffende Teddybär Ted aus Boston fegte 2012 als eine derartige Urgewalt durch die Kinos, dass ein zweiter Teil unausweichlich war. Seth MacFarlane, Autor und Regisseur, schuf damals das Porträt des Mittdreißigers John (Mark Wahlberg), der nicht erwachsen werden will. Musste er auch nicht, wie sich zu Beginn von „Ted 2“ herausstellt: Seine Frau hat sich längst von ihm getrennt. Also leidet er still, kifft und säuft ansonsten unverdrossen mit Plüsch-Kumpel Ted. MacFarlane, bekannt durch Schenkelklopfer-Serien wie „American Dad“ oder „Family Guy“, bleibt seinem Gag-Niveau treu.

Auch diesmal gibt es neben den oft derben, aber fast ausnahmslos gelungenen Witzen eine Art Meta-Ebene: Ted will, um seine Freundin heiraten zu können, mit all seinen Gefühlen und dummen Sprüchen als Mensch anerkannt werden. Was selbstverständlich nur eine Moral bieten kann: dass jedes Wesen, egal welchen Geschlechts oder Aussehens oder Hautfarbe, gleich viel wert ist und auch so behandelt werden sollte. Und dem ist, Plüschbär hin oder her, nichts hinzuzufügen.

„Ted 2“

mit Mark Wahlberg, Amanda Seyfried, Jessica Barth, Liam Neeson, Morgan Freeman,

Regie: Seth MacFarlane

Laufzeit: 106 Minuten

Rubriklistenbild: © Universal Pictures/dpa

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