Formel 1

Vettel kritisiert Schnelllebigkeit: Kein Mensch der Extreme

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Sebastian Vettel vom Team Ferrari. Foto: Ng Han Guan/AP

Shanghai (dpa) - Sebastian Vettel hat die Schnellebigkeit der heutigen Zeit kritisiert.

"Aus dem Nichts werden Dinge riesig aufgeblasen, und eine Woche später ist schon alles vergessen. Manche mögen das ja, plötzlich so im Rampenlicht zu stehen", sagte der viermalige Formel-1-Weltmeister in einem Interview der "Bild am Sonntag". "Aber wie fühlen sich diese Leute, wenn sie eine Woche später wieder vergessen sind? Damit kann ich mich nicht identifizieren." Er sei einfach anders aufgewachsen, betonte Vettel - ein Zimmermanns-Sohn aus dem hessischen Heppenheim.

Seine Devise: "Den Ball flach halten, meine Sachen machen und nicht ständig unter Beweis stellen, was man tut." Er sei kein Mensch der Extreme, meinte der 31 Jahre alte Ferrari-Pilot.

Vettel lebt seit Jahren zurückgezogen in der Schweiz auf einem ehemaligen Bauernhof. Wie einst sein großes Vorbild Michael Schumacher schützt auch der zweifache Vater und bekennende Beatles-Fan vehement seine Privatsphäre.

Vettel könnte nach eigener Aussage auch mal auf ein Smartphone oder Tablet verzichten. Dann würde er seine Mails halt ein oder zwei Tage später erst lesen, erklärte er. Im vergangenen Jahr benutzte er eine Zeit lang ein Mobiltelefon Jahrgang 1997.

"Ein Handy war ursprünglich ja mal als Telefon gedacht, das weiß heute nur schon fast keiner mehr", sagte Vettel. Wenn er irgendwo anrufe, seien die Leute immer überrascht, dass er sich direkt melde anstatt eine Nachricht zu schreiben. "Nur: In einer Minute telefonieren kann ich mehr sagen als in zehn Minuten schreiben."

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