Ex-Beachvolleyballer Julius Brink

Millionenprämien für Olympiasieger? Er ist dagegen

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Julius Brink.

Köln - Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink hält die von Schwimm-Weltmeister Marco Koch vorgeschlagene Millionenprämie für Olympiasieger für unangebracht.

"Wer soll das bezahlen? Die Bevölkerung in München und Hamburg hat sich gegen Olympia in diesem gigantischen Ausmaß entschieden. Der Stellenwert des olympischen Spitzensports in der Gesellschaft ist nicht so, als dass man bereit wäre, dafür extrem viel Geld auf den Tisch zu legen", sagte der Goldmedaillengewinner von London 2012 der Sport Bild.

Koch hatte sich vor Beginn der Spiele in Rio de Janeiro für eine Millionenprämie ausgesprochen. "Ich glaube, dass es keine finanzielle Belastung für den Staat wäre. Denn wenn man mal sieht, wie viele wir haben - das ist ja ein Witz", sagte der 26-Jährige dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Brink hatte vor vier Jahren in London zusammen mit Jonas Reckermann als erstes europäisches Männerteam sensationell Gold gewonnen und war in Brasilien als TV-Experte vor Ort. Der 34-Jährige kommt zu einem vernichtenden Urteil der derzeitigen Situation. "Olympia ist ein Monster geworden. Ein riesiger Apparat, der leider derzeit für Kommerz, Misstrauen, Betrug und ein stümperhaftes Anti-Doping-System steht. Man muss sich wieder auf die ursprünglichen Werte wie Fair Play und Völkerverständigung besinnen. Nur so hat Olympia noch eine Chance", so Brink.

sid

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