DHB zieht die Reißleine

„Eines der beschissensten Telefonate“ - DHB-Vize äußert sich zu Prokop-Entlassung

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DHB trennt sich von Bundestrainer Prokop

Der deutsche Handballbund hat sich von Bundestrainer Christian Prokop getrennt. Sein Nachfolger hat bereits unterschrieben. 

  • Der DHB stellt Bundestrainer Christian Prokop frei. 
  • Der Nachfolger steht fest. 
  • Prokops Nationalmannschaft enttäuschte bei den letzten großen Turnieren. 

Update vom 7. Februar, 13:40: Der DHB-Vizepräsident Bob Hanning hat sich auf der DHB-Pressekonferenz in Hannover zur Entlassung von Bundestrainer Prokop geäußert: „Wir haben Montagnachmittag die Entscheidung getroffen. Dann mussten wir mit Alfred verhandeln. Am Donnerstag haben wir Christian die Entscheidung mitgeteilt. Es war mir wichtig, beim Telefonat dabei zu sein, auch wenn es eines der beschissensten Telefonate war."

DHB: Trennung von Prokop aus „rein sportlichen Gründen“

Die Trennung von Handball-Bundestrainer Christian Prokop ist nach Aussage von DHB-Präsident Andreas Michelmann „allein aus sportlichen Gründen“ erfolgt. „Das war nicht geplant“, sagte Michelmann am Freitag bei der Vorstellung des neuen Bundestrainers Alfred Gislason in Hannover. „Wir verstehen, dass der Wechsel von Christian als unfair wahrgenommen wird, und bedauern dies. Aber die Entscheidung soll den Erfolg des Handballs in den 20er-Jahren sicherstellen. Das angestrebte Ziel ist eine Olympia-Medaille in Tokio.“ "Es ging auch um einen Philosophie-Wechsel. Alfred ist eine erfahrene, souveräne und charismatische Persönlichkeit", erläuterte Ligapräsident Uwe Schwenker die neue personelle Konstellation, gab aber zu, dass die Außendarstellung bei Prokops Entlassung „unglücklich“ war.

DHB: Neuer Bundestrainer Gislason spricht von „Traumjob“

„Ich freu mich riesig, Bundestrainer zu sein. Natürlich fühle ich mit Christian Prokop“, äußerte sich der neue Bundestrainer und fügt hinzu: „Es ist ein Traumjob, für Deutschland zu arbeiten".

Handball-Hammer! DHB entlässt Bundestrainer Prokop -Nachfolger steht wohl schon fest

Berlin - Die Handball-Nationalmannschaft kriegt einen neuen Cheftrainer. Wie der DHB bereits verkündete, wird Christian Prokop von seinen Aufgaben als Bundestrainer freigestellt. 

„Bei Christian Prokop bedanken wir uns ausdrücklich für die geleistete Arbeit und insbesondere für das Auftreten unserer Nationalmannschaft bei den letzten Turnieren. Wir sind allerdings auch in der Analyse der Europameisterschaft davon überzeugt, dass wir unsere kurzfristigen Ziele nur mit einem neuen Impuls erreichen können“, so DHB-Präsident Andreas Michelmann in einem Statement. 

Christian Prokop: DHB trennt sich von Bundestrainer - Alfred Gislason wird Nachfolger

Prokops Nachfolger wird der 60-jährige Isländer Alfred Gislason, der „aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und Erfolge für einen solchen Impuls und frische Energie“ sorgen soll. Gislason unterschreibt einen Vertrag bis 2022, darin eingeschlossen ist die auch die EHF Euro 2022 in Ungarn und der Slowakei. Sein erstes Länderspiel als Bundestrainer wird er am 13. März gegen die Niederlande bestreiten. 

Unter Prokops Leitung erreichte die Handball-Nationalmannschaft bei der EM 2018 lediglich den neunten Platz und bei der WM 2019 den vierten Platz. 

Christian Prokop ist nicht mehr DHB-Trainer - Handball-EM war eine Enttäuschung

Bei der kürzlich beendeten EM in Norwegen, Österreich und Schweden enttäuschte das DHB-Team erneut und beendete das Turnier auf einem am Ende versöhnlichen fünften Platz. Kurz nach der EM bekam Prokop noch Rückendeckung aus dem DHB-Lager. Bob Hanning, der von Handball-Bundesliga-Geschäftsführer Frank Bohmann aufgrund seiner schrillen Outfits kritisiert wurde, bekräftigte Ende Januar noch, dass er kein Problem zwischen Mannschaft und Trainer erkennen könne. Jetzt die Wende.

ta

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