Zweite Runde im DFB-Pokal

HSV erwartet "brutal starken" FCB, Favre mahnt

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Joe Zinnbauer und der HSV empfangen in der zweiten Runde des DFB-Pokals den FC Bayern.

Frankfurt/Main - Bayern München und Borussia Mönchengladbach sind in der zweiten Runde des DFB-Pokals in ihren Duellen die Favoriten. Dennoch nimmt das Bundesliga-Spitzenduo die Aufgaben ernst.

Update vom 29. Oktober: Der Hamburger SV empfängt heute Abend im DFB-Pokal den FC Bayern. tz.de tickert die Begegnung HSV - FCB live. Außerdem können Sie in unserem großen TV- und Live-Stream-Guide alle relevanten Infos zur Übertragung im Fernsehen und Internet nachlesen.

Die Gegner schwärmen in den höchsten Tönen - bei Bayern München und Borussia Mönchengladbach stoßen sie damit aber auf taube Ohren. Mit größter Konzentration und der nötigen Seriosität nimmt das Spitzenduo der Fußball-Bundesliga deshalb seine kniffligen Aufgaben in der zweiten Runde des DFB-Pokals in Angriff.

„Der Pokal ist immer gefährlich, das ist wie ein Finale. Das Spiel ist sehr, sehr wichtig für uns“, sagte Bayerns Coach Pep Guardiola vor dem Kräftemessen am Mittwoch beim Hamburger SV. Die Norddeutschen seien für den Spanier „kein Abstiegskandidat“ und ein Team „mit Charakter“ - und dennoch sind die Bayern haushoher Favorit.

In dieser Saison noch ohne Niederlage, in Liga und Champions League souverän an der Tabellenspitze und mit einem Kader gesegnet, der in Deutschland seinesgleichen sucht. „Wir sind in einer guten Position“, gab Guardiola zu, „ich bin stolz auf meine Mannschaft.“

Und der Respekt vor eben diesem Team ist gewaltig. „Dieser Gegner ist einfach brutal stark. Riesengroße Chancen können wir uns da nicht ausrechnen“, sagte HSV-Trainer Joe Zinnbauer und stellte klar: „Wir werden das nicht herschenken, aber unser Brennpunkt ist die Bundesliga.“

Favre warnt vor zu großer Euphorie

In der trumpft auch Gladbach als Bayern-Jäger Nummer eins groß auf. Vor dem Duell bei Eintracht Frankfurt versuchte Trainer Lucien Favre daher, seine Schützlinge nach 15 Pflichtspielen ohne Niederlage und dem tollen Auftritt gegen die Bayern (0:0) auf dem Teppich zu behalten. „Das wird wieder ein ganz anderes Spiel - und wir haben nur wenig Zeit, um uns zu erholen, vor allem mental“, äußerte der Schweizer.

In der klaren Favoritenrolle befindet sich die Fohlen-Elf dennoch. „Wir wollen diese Phase mitnehmen. An das Nicht-Verlieren kann man sich gewöhnen“, sagte Weltmeister Christoph Kramer, während Andre Hahn meint: „Ausgerechnet in Frankfurt die erste Niederlage zu kassieren, wäre sehr unglücklich, weil es ein Alles-oder-Nichts-Spiel ist.“

Auszuschließen ist dies freilich nicht, aber zumindest unwahrscheinlich - wenn man den Aussagen des Gegners Glauben schenkt. Eintracht-Profi Stefan Aigner beispielsweise ist sogar davon überzeugt, dass Gladbach „derzeit wohl den besten Fußball der Liga“ spielt. Und außerdem „haben wir genug eigene Probleme zu lösen“, sagte Trainer Thomas Schaaf.

Eine gewaltige Aufgabe muss auch der traditionsreiche 1. FC Magdeburg lösen, wenn er denn die nächste Sensation schaffen will. Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen gastiert beim Regionalligisten. „Zunächst muss bei uns an diesem Tag alles passen, der Gegner muss uns ein Stück weit unterschätzen und dann braucht man natürlich auch einfach die nötige Portion Glück“, sagte Trainer Jens Härtel.

Duell der Krisen-Klubs in München

Auf den Einzug in die nächste Runde und damit Selbstvertrauen für den Liga-Alltag hoffen auch 1860 München und der SC Freiburg. Die Münchner belegen im deutschen Unterhaus den letzten Tabellenplatz, Freiburg ist eine Liga höher noch ohne Erfolgserlebnis. Immerhin: Vor dem Krisengipfel in der bayerischen Landeshauptstadt verkündete der SCF auf seiner Jahreshauptversammlung meinen Gewinn von 12,8 Millionen Euro, der Einzug ins Achtelfinale würde mit zusätzlich 540.000 Euro belohnt.

Aber auf eben diese Summe hoffen die unterklassigen Außenseiter der zweiten Runde. Reelle Chancen auf eine Überraschung besitzt neben 1860 München aber wohl kein Verein: Die Zweitligisten FSV Frankfurt (bei 1899 Hoffenheim) und 1. FC Heidenheim (beim VfL Wolfsburg) müssen bei starken Bundesligisten ran, Regionalligist Kickers Würzburg empfängt Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig.

SID

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