2. Bundesliga am Samstag

Lautern rettet Punkt - KSC zieht St. Pauli ab

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München - Das Spitzenspiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Fortuna Düsseldorf findet keinen Sieger, der Karlsruher SC erteilt dem FC St. Pauli eine gehörige Abreibung. Die Zweitliga-Zusammenfassung:

1. FC Kaiserslautern - Fortuna Düsseldorf 1:1 (0:0)

Fortuna Düsseldorf hat den Angriff des 1. FC Kaiserslautern abgewehrt und bleibt in der 2. Bundesliga auf einem Aufstiegsplatz. Die Rheinländer mussten sich trotz Führung bei den Roten Teufeln aber mit einem 1:1 (0:0) begnügen. Die Fortuna liegt als Zweiter weiter einen Punkt vor den viertplatzierten Pfälzern, die im sechsten Heimspiel in dieser Saison erstmals ohne Sieg blieben. Düsseldorf ist seit acht Begegnungen ohne Niederlage.

Der sieben Minuten zuvor eingewechselte Joel Pohjanpalo brachte die Gäste mit seinem siebten Saisontor in Führung (77.), ehe der Ex-Düsseldorfer Marcel Gaus noch ausglich (90.+2).

Bei den Gästen überraschte Trainer Oliver Reck mit seiner Personalentscheidung auf der Torwartposition. Trotz bisher guter Leistungen setzte er Michael Rensing auf die Bank, dafür kam Lars Unnerstall zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die Fortuna. Der Ex-Schalker stand auch sofort im Mittelpunkt, als er gegen Gaus einen frühen Rückstand verhinderte (1.).

Die Pfälzer übernahmen in der Folge die Spielkontrolle, weitere Möglichkeiten ergaben sich aber nicht. Die Düsseldorfer standen in der Defensive meist sicher, im Spiel nach vorne leisteten sie sich aber immer wieder schnelle Ballverluste. So hielt das Topspiel den hohen Erwartungen im ersten Durchgang nicht stand. Kurz vor der Pause war Unnerstall noch einmal bei einem Freistoß von Kerem Demirbay gefordert (41.).

Nach dem Wechsel änderte sich vor 36.282 Zuschauern wenig. Die Gastgeber taten mehr für das Spiel, fanden aber kaum eine Lücke. Düsseldorf wartete weiter ab und lauerte auf Konterchancen, die aber bis zum 1:0 ausblieben. Gaus rettete den Gastgebern in der Nachspielzeit einen verdienten Punkt.

2. Liga: Wer steigt auf? Das sagen die Trainer

Alexander Zorniger
Alexander Zorniger (RB Leipzig): "Man muss gucken, wie Nürnberg sich findet. Ich denke aber, dass Kaiserslautern da ein bisschen Vorsprung hat. Ich bin auf St. Pauli gespannt, und ich trau Ingolstadt auch einiges zu. Ich denke schon, dass es so eine Gruppe von fünf bis sieben Mannschaften geben wird, die um den Aufstieg spielen." © picture alliance / dpa
Alois Schwartz
Alois Schwartz (SV Sandhausen): "Der 1. FC Nürnberg. Weitere Kandidaten sind Düsseldorf, Kaiserslautern und St. Pauli." © picture alliance / dpa
Dirk Schuster
Dirk Schuster (SV Darmstadt): "Favorit Nummer eins ist Eintracht Braunschweig. Weitere heiße Kandidaten sind der 1. FC Nürnberg und der 1. FC Kaiserslautern." © picture alliance / dpa
Falko Götz
Falko Götz (FC Erzgebirge Aue): "Meister wird Nürnberg. Dahinter rechne ich mit Braunschweig, Kaiserslautern, RB Leipzig und einer Überraschungsmannschaft." © dpa
Frank Kramer
Frank Kramer (SpVgg Greuther Fürth):"Meine Favoriten sind Nürnberg, Braunschweig und Düsseldorf." © dpa
Frank Schmidt
Frank Schmidt (1. FC Heidenheim): "1. FC Nürnberg. Weitere Kandidaten sind Kaiserslautern, Fürth, Braunschweig und 1860 München." © picture alliance / dpa
Markus Kauczinski
Markus Kauczinski (Karlsruher SC): "Fortuna Düsseldorf und FC St. Pauli. Aber auch die Absteiger haben ja vermeintlich immer einen Bonus. Mit Fürth rechne ich auch noch." © picture alliance / dpa
Norbert Düwel
Norbert Düwel (1. FC Union Berlin): "Die Erstliga-Absteiger gehören zu den Favoriten. Nürnberg ist ein Traditionsverein mit finanziellen Möglichkeiten, die kein anderer hat. Braunschweig hat in der 1. Liga Erfahrung gesammelt und kann wieder mit einem guten Kader angreifen. Greuther Fürth ist nur ganz knapp am Aufstieg gescheitert. Auch Düsseldorf, 1860 und Ingolstadt sollte man auf der Rechnung haben - das Feld der Kandidaten ist enorm groß und ambitioniert." © picture alliance / dpa
Oliver Reck
Oliver Reck (Fortuna Düsseldorf): "Es wird eine sehr interessante Zweitligasaison. Der 1. FC Nürnberg, Eintracht Braunschweig, der Karlsruher SC, Union Berlin, der 1. FC Kaiserslautern und die SpVgg Greuther Fürth werden wieder eine gute Rolle spielen." © picture alliance / dpa
Peter Neururer
Peter Neururer (VfL Bochum): "Da sind an erster Stelle natürlich die Erstligaabsteiger Eintracht Braunschweig und der 1. FC Nürnberg zu nennen. Und dann gibt es noch einen Handvoll Mannschaften wie 1. FC Kaiserslautern, 1860 München, FC St. Pauli, SpVgg Greuther Fürth oder Fortuna Düsseldorf, die oben mitspielen werden." © dpa
Ralph Hasenhüttl
Ralph Hasenhüttl (FC Ingolstadt): "Sicherlich sind die Bundesliga-Absteiger im Rennen um die vorderen Plätze mit von der Partie. Ich kann mir auch 1860 München, den VfR Aalen und Aufsteiger Leipzig in der kommenden Saison mit vorne vorstellen." © picture alliance / dpa
Ricardo Moniz
Ricardo Moniz (TSV 1860 München): "Es gibt für mich keine klaren Favoriten, das Rennen um die Aufstiegsplätze ist völlig offen." © dpa
Roland Vrabec
Roland Vrabec (FC St. Pauli): "Einen eindeutigen Favoriten sehe ich vor dieser Saison nicht. Es gibt sechs oder sieben Vereine, die den Anspruch haben, ganz oben zu sein, wie die Absteiger aus Nürnberg und Braunschweig, dazu Fürth, Kaiserslautern, 1860 München oder Düsseldorf." © dpa
Stefan Kuntz
Stefan Kuntz (1. FC Kaiserslautern / Vorstandsvorsitzender): "Ich sage 1. FC Nürnberg, SpVgg Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf." © dpa
Stefan Ruthenbeck
Stefan Ruthenbeck (VfR Aalen): "Topfavorit auf den Titel ist für mich der 1. FC Nürnberg. Dahinter sehe ich Braunschweig, Kaiserslautern und Fürth um den Aufstieg spielen." © picture alliance / dpa
Torsten Lieberknecht
Torsten Lieberknecht (Eintracht Braunschweig): "Ich glaube, dass es erst ab dem 10. Spieltag möglich sein wird, dies genauer einschätzen zu können." © dpa
Valerien Ismael
Valerien Ismael (1. FC Nürnberg): "Die Liga ist relativ ausgeglichen. Es gibt zehn Mannschaften, die um den Aufstieg mitspielen können. Man wird den Saisonverlauf abwarten müssen." © dpa
Benno Möhlmann
Benno Möhlmann (FSV Frankfurt): "Ich halte Fortuna Düsseldorf für sehr gut aufgestellt. Ansonsten gibt es neben den Erstligaabsteigern noch mindestens fünf Vereine, die Aufstiegsambitionen haben." © dpa

FC St. Pauli - Karlsruher SC 0:4 (0:2)

Der Karlsruher SC hat den Abwärtstrend in der 2. Fußball-Bundesliga gestoppt. Die Badener gewannen das Auswärtsspiel beim FC St. Pauli mit 4:0 (2:0). Mit 16 Punkten sind die Karlsruher jetzt Tabellensechster, während die Hamburger auf Platz 14 mit elf Zählern abrutschten.

Hiroki Yamada (18.) und Rouwen Hennings (31.) sorgten schon in der ersten Halbzeit für die Entscheidung vor 28.029 Zuschauern. Selcuk Alibaz (80.) und erneut Yamada (88.) trafen zum Endstand. Zuletzt hatte der KSC aus vier Spielen nur einen Punkt geholt. Für die Kiez-Kicker war es die zweite Niederlage in Folge, womit die zwischenzeitliche Aufholjagd endgültig gestoppt wurde. Zuletzt hatte das Team schon am vergangenen Montag in Düsseldorf (0:1) den Kürzeren gezogen.

Gleich die erste Chancen nutzten die Gäste zur Führung. Dennis Kempe bediente den Japaner Yamada, der keine Mühe hatte zu vollstrecken. Kempe war auch Ausgangspunkt des 2:0. Sein langer Ball landete genau bei Hennings, der mit einem strammen Schuss den Vorsprung ausbaute. Für den KSC war es der dritte Sieg gegen die St. Paulianer in den vergangenen zwölf Spielen, allerdings hatte der KSC bereits das letzte Auswärtsspiel am Millerntor (2:0) für sich entschieden.

sid

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