Weltmeisterschaft

WM 2022: DFB ignoriert FIFA-Regel - und riskiert saftige Strafe

Hansi Flick, Trainer der DFB-Auswahl.
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Hansi Flick, Trainer der DFB-Auswahl.

Die Lage rund um die Weltmeisterschaft in Katar im Überblick: der News-Ticker am Samstag, dem 26. November. 

  • Seit Sonntag (20. November) läuft die umstrittene WM 2022 in Katar.
  • Die FIFA erlaubt plötzlich doch Regenbogenfarben in WM-Stadien
  • Iran singt Nationalhymne mit – Fans brechen in Tränen aus.

Update vom Samstag, 26. November, 07.30 Uhr: Hansi Flick muss einen Tag vor dem Spiel gegen Spanien an der obligatorischen Medienrunde im Haupt-Pressezentrum in Doha teilnehmen. Der DFB hatte bei der FIFA angefragt, ob die Pressekonferenz auch in Al-Shamal abgehalten werden kann, der Weltverband lehnte das aber ab. Einen Spieler will Flick nicht mitnehmen, obwohl die FIFA die Teilnahme eines Nationalspielers vorschreibt. Der DFB riskiert dadurch eine saftige Geldstrafe.

WM 2022: Neymar fällt verletzt aus

+++ 16:15 Uhr: Schock für WM-Favorit Brasilien: Superstar Neymar, der gegen Serbien angeschlagen ausgewechselt werden musste, fällt offenbar länger aus. Mittlerweile steht fest, dass Neymar eine Verstauchung des rechten Knöchels erlitten hat. Nach Informationen der spanischen Zeitung Marca wird der Offensivspieler mindestens das Spiel gegen die Schweiz verpassen.

+++ 14.14 Uhr: Rewe hat wegen des „One Love“-Eklats die Kooperation mit dem DFB mit sofortiger Wirkung beendet. Der DFB reagierte auf das Ende der Zusammenarbeit mit dem Handelsriesen. „Der DFB hat durch die Entscheidung eines Partners, sechs Wochen vor dem eigentlichen Vertragsende auf Werbemittel zu verzichten, die Chance erhalten, auch im Rahmen der fast täglichen Pressekonferenzen in Katar mit der ‚One-Love‘-Botschaft seine Haltung auszudrücken“, sagte der DFB. Statt des Rewe-Logos wird ab jetzt das „One Love“-Zeichen auf allen offiziellen Stellen zu sehen sein.

WM 2022: Iran singt Nationalhymne mit – Fans brechen in Tränen aus

Update von Freitag, 25. November, 11.15 Uhr: Die iranische Mannschaft, die vor der Partie gegen England die Nationalhymne nicht mitgesungen hatte und damit gegen das Regime im Iran protestierte, sang nun gegen Wales mit. Die Fans auf der Tribüne quittierten dies mit einem gellenden Pfeifkonzert, aber auch Jubel brannte auf. Außerdem waren auf der Tribüne auch zahlreiche in Tränen aufgelöste Fans zu sehen.

Erstmeldung: Katar - Überraschende Wende bei der WM 2022 in Katar. Bislang erlaubte die FIFA keine Kleidungsstücke oder Gegenstände mit Regenbogenfarben in den Stadien, doch das hat sich jetzt offenbar geändert. Fans, die ihre Unterstützung für die LGBTQ+-Community bei den WM-Spielen dokumentieren, sollen dafür nicht mehr vom Sicherheitspersonal behelligt werden. In den ersten Tagen der Weltmeisterschaft war das noch anders. Vor den Stadien wurden Menschen aufgefordert, Kleidungsstücke mit Regenbogenfarben auszuziehen oder diese zu verdecken.

WM 2022: FIFA erlaubt Regenbogenfarben

Vor dem 2. Spieltag der Gruppenphase gab es eine Anfrage von WM-Teilnehmer Wales an die FIFA, ob ihre Fans für das Spiel gegen den Iran mit Hüten und Fahnen in Regenbogenfarben ins Stadion dürfen. Der Weltverband antwortete auf Twitter, dass keine Sanktionen befürchtet werden müssen und die Fans Hüte und Fahnen in Regenbogenfarben mit in die Arena nehmen dürfen.

Walisische Fans hatten zum WM-Start Ärger beim Einlass ins Stadion bekommen, weil sie Hüte in Regenbogenfarben getragen hatten. Diese wurden weiblichen Anhängern vor dem 1:1 ihres Teams gegen die USA im Ahmad bin Ali Stadion von Al-Rajjan abgenommen. Die traditionellen Kopfbedeckungen namens Buckets hatten Fans mit farbigen Streifen als Zeichen der Solidarität mit der LGBTQI+-Community herstellen lassen. Auch andere Fans, darunter ein deutscher Anhänger, hatten wegen Utensilien in Regenbogenfarben bei dieser WM Ärger mit Stadionpersonal.

WM 2022: Walisische Fußballverband kritisierte FIFA

Der walisische Fußballverband hatte die Vorfälle sofort scharf kritisiert: „Wir bleiben bei der Überzeugung, dass Fußball für ALLE da ist.“ In den restlichen Spielen der WM in Katar werden nun sicherlich zahlreiche Fahnen, Hüte und Kleidungsstücke in Regenbogenfarben zu sehen sein - nicht nur bei den walisischen Fans. Der Grund, wieso die FIFA plötzlich ihre Meinung geändert hat und das Verbot aufhob, ist nicht bekannt. (smr)

Unterdessen ringt die deutsche Mannschaft nach der WM-Niederlage gegen Japan mit sich selbst und muss schnell Lösungen finden. Denn am Sonntag (27. November) gegen Spanien hilft eigentlich nur ein Sieg.

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