Neuer, Müller und Kimmich am Verhandlungstisch

DFB-Elf erhält für Gruppensieg in Katar schon deutlich mehr Geld als die zweitplatzierten EM-Frauen

Die WM-Prämien für die deutschen Nationalspieler stehen fest. Im Falle eines Turniersiegs in Katar würden die DFB-Stars noch mehr kassieren als bei der WM 2018.

Frankfurt/Main - In weniger als zwei Monaten beginnt bereits die Weltmeisterschaft in Katar. Auch vor dem kommenden Turnier handelten die Vertreter des DFB-Teams mit der Verbandsspitze die möglichen Prämien aus. Wie der DFB am Sonntag bekannt gab, einigte man sich dabei auf eine höhere Prämie als bei der Russland-WM 2018: 400.000 Euro würde jeder Spieler für den Turniersieg erhalten.

WM 2022: Prämien ausgehandelt - bereits das Viertelfinale bringt sechsstellige Summe

Beim Vorrunden-Aus 2018 war die Enttäuschung groß, damals hätten die Nationalspieler für den WM-Gewinn noch jeweils 350.000 Euro bekommen. Nun würden die DFB-Stars je 50.000 Euro mehr bekommen. Bei der Europameisterschaft 2021 unter dem ehemaligen Bundestrainer Joachim Löw lag die Prämie für den Turniersieg ebenfalls bei 400.000 Euro pro Spieler.

Die Nationalspieler können sich im Falle eines erfolgreichen Turniers auf viel Geld freuen.

Doch nicht nur die Zahlung für den Finalsieg wurden am Sonntag festgelegt. Bereits für den Gruppensieg in der Vorrunde mit den Gegnern Spanien, Japan und Costa Rica würde es für jeden Nationalspieler 50.000 Euro geben. Beim Erreichen des Viertelfinals müsste der Verband 100.000 Euro an jeden Spieler überweisen, bei Platz drei wären es 200.000 Euro. Sollte die Flick-Elf in Katar ins Finale kommen und dieses verlieren, würde jeder Spieler mit 250.000 Euro nach Hause fahren. Zum Vergleich: die Frauen haben für den zweiten Platz bei der Europameisterschaft in England 30.000 Euro erhalten, beim Titelgewinn hätte sich die Summe verdoppelt.

WM 2022: DFB-Team handelt Prämien aus - FC-Bayern-Profis verhandelten mit BVB-Boss Watzke

An den Verhandlungen hatten hochrangige Vertreter des Verbandes sowie vier verdiente Nationalspieler teilgenommen. So nahmen BVB-Geschäftsführer und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke, DFB-Geschäftsführer Holger Blask und Präsident Neuendorf für den DFB teil. Auf der Spieler-Seite saßen die drei FC-Bayern-Profis Manuel Neuer, Thomas Müller, Joshua Kimmich und Manchester-City-Star Ilkay Gündogan.

„Wir haben das intensive Gespräch in einer guten und konstruktiven Atmosphäre geführt. Letztlich haben wir für alle Beteiligten eine akzeptable Lösung erzielt“, fasste Neuendorf die Sitzung zusammen.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar

WM-Pokal bei der Auslosung für die WM 2022
Der WM-Pokal bei der Auslosung der Vorrunde für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar. © Kurt Schorrer/dpa
WM-Sieger 2018 Frankreich
Der aktuelle Fußball-Weltmeister kommt aus Frankreich. Im Jahr 2018 sicherten sich die Franzosen den Titel in Russland. Auch bei diesem Turnier zählen sie zu den Favoriten. © Sputnik/dpa
WM-Auslosung 2022 - Infantino begrüßt Scheich Tamim bin Hamad Al Thani
Auslosung der WM-Vorrunde in Doha. Fifa-Präsident Gianni Infantino (l.) gibt Scheich Tamim bin Hamad Al Thani (r.), Emir von Katar, zu Beginn der Auslosung die Hand. © Christian Charisius/dpa
WM-Auslosung 2022 - Alle Nationaltrainer auf einem Bild
Die Nationaltrainer der teilnehmenden Mannschaften um Hansi Flick (hintere Reihe 5.v.l), Nationaltrainer von Deutschland, stehen nach der Auslosung in Doha zusammen. © Christian Charisius/dpa
WM 2022 - Trainingsplatz deutsche Nationalmannschaft in Katar
Ein großer Ball mit der Jahreszahl 2022 steht auf einer Verkehrsinsel mit Kreisverkehr vor dem Trainigsgelände Al-Shamal sports Club in Al Ruwais, dem Quartier der deutschen Nationalmannschaft. © Christian Charisius/dpa
Ausländische Arbeiter für die WM 2022 in Katar
Ein Mann mit Schutzhelm und Schutzweste geht über die Baustelle des Lusail Iconic Stadiums. Aufgrund von Menschenrechtsverletzungen und schlechte Arbeitsbedingungen steht die WM deutlich in der Kritik. © XinHua/dpa
WM-Spielball 2022 Al Rihla
Der offizielle Spielball für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Der Ball trägt den arabischen Namen „Al Rihla“, was übersetzt „die Reise“ bedeutet. © Nick Potts/dpa
Flick und Bierhoff bei der WM-Auslosung 2022 in Katar
Hansi Flick (l.), Nationaltrainer von Deutschland, und Oliver Bierhoff (r.), Geschäftsführer Nationalmannschaften und Akademie, kommen zur WM-Auslosung. © Christian Charisius/dpa
Lusail Iconic Stadium - Stadion der WM 2022 in Katar
Eines der neu gebauten Stadien: Im Lusail Iconic Stadium wird ab November das Eröffnungspiel und im Dezember das Endspiel der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022 stattfinden. © kyodo/dpa
Nationalspieler mit „Human-Rights“-Shirts
Bei einem WM-Qualifikationsspiel gegen Island protestierte die deutsche Nationalelf vor dem Anpfiff des Spiels gegen die Menschenrechtsverletzungen bei den Bauarbeiten der Stadien in Katar. © Tobias Schwarz/dpa
Außenansicht des Al Janoub Stadion in Al Wakra bei Doha
Außenansicht des Al Janoub Stadion in Al Wakra bei Doha. © Christian Charisius/dpa
Khalifa International Stadion für die WM 2022 in Katar
Die WM 2022 in Katar wird in acht Stadien ausgetragen. Hier ein Blick in das Khalifa International Stadion. © Sharil Babu/dpa
Hansi Flick beim Training der Nationalmannschaft
Für Bundestrainer Hansi Flick ist es das erste große Turnier als deutscher Nationalmannschafts-Coach. © Hans-Martin Issler/dpa
Gemeinsame Trikots für WM der Männer und Frauen
Leroy Sane präsentiert das neue Trikot der deutschen Nationalmannschaft für die WM 2022 in Katar. © Thomas Boecker/dpa
WM 2022 - Umkleidekabine im Lusail Iconic Stadium in Doha
Blick in eine der Mannschafts-Umkleiden im Stadion „Lusail Iconic Stadium“ in Lusail bei Doha.  © Christian Charisius/dpa
WM 2022 - Trainingsplatz deutsche Nationalmannschaft in Katar
Blick auf den Rasen im Stadion „Al-Shamal sports Club“ in der kleinen Hafenstadt Al Ruwais. Das Resort am Al Khasooma Beach ganz im Norden des Emirats Katar wird das Teamquartier der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.  © Christian Charisius/dpa

Am 23. November findet das erste WM-Vorrundenspiel für die deutsche Nationalmannschaft gegen Japan statt. Davor stehen nur noch zwei Termine bevor, bei denen Bundestrainer Hansi Flick sein Team praxisnah auf die kommenden Aufgaben vorbereiten kann, am Montagabend (26. September) geht es im letzten Nations-League-Spiel für Deutschland gegen England, Mitte November folgt der letzte Test in Maskat gegen den Oman. (ajr)

Rubriklistenbild: © Jan Kaefer/imago

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