SV Werder patzt gegen Kiel

SV Werder Bremen schlägt sich selbst: Herber Dämpfer im Aufstiegsrennen gegen Holstein Kiel

Werder Bremen verspielt eine 2:0-Führung und verliert gegen Holstein Kiel mit 2:3. Ein bitterer Rückschlag im Aufstiegsrennen.
+
Werder Bremen verspielt eine 2:0-Führung und verliert gegen Holstein Kiel mit 2:3. Ein bitterer Rückschlag im Aufstiegsrennen.

Ein bitterer Rückschlag im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga! Werder Bremen verliert nach 2:0-Führung noch mit 2:3 gegen Holstein Kiel. Der Spielbericht der DeichStube.

Bremen – Es sah zunächst alles nach dem vielleicht vorentscheidenden Schritt in Richtung Aufstieg aus – am Ende herrschte beim SV Werder Bremen allerdings die pure Fassungslosigkeit. Zu Hause gegen Holstein Kiel verspielte die Mannschaft von Trainer Ole Werner am Freitagabend eine komfortable 2:0-Führung und kassierte am Ende – nach zwei Eigentoren – tatsächlich noch eine 2:3-Niederlage, wodurch Werder in der Tabelle auf Rang zwei zurückfiel, weil Kontrahent Schalke 04 seine Partie beim SV Sandhausen gewann (2:1). Zwar ist im Aufstiegsrennen weiterhin alles möglich, aber diesen Rückschlag werden die Bremer erst einmal verkraften müssen.

Werder Bremen gegen Holstein Kiel: Niclas Füllkrug erzielt Blitz-Tor zur Führung

Werner hatte für das Spiel gegen seinen Ex-Verein exakt dieselbe Startaufstellung wie jüngst während des 4:1-Erfolgs gegen Schalke aufgeboten, als die Bremer Mannschaft die Ausfälle der drei Leistungsträger Ömer Toprak, Milos Veljkovic und Christian Groß überraschend souverän und abgeklärt kompensiert hatte. Gegen Holstein Kiel sollte es nun so weitergehen, sollte der vorentscheidende Schritt in Richtung Aufstieg gemacht werden. Tausende Werder-Fans hatten die Profis schon bei der Ankunft des Mannschaftsbusses lautstark auf das so wichtige Duell eingestimmt – mit Erfolg, denn Werder Bremen war nach dem Anstoß sofort voll da.

Gerade einmal zwei Minuten waren absolviert, da lagen die Hausherren auch schon in Führung. Mitchell Weiser hatte eine Flanke von Felix Agu elegant mit der Hacke verlängert, und Niclas Füllkrug machte am langen Pfosten kurzen Prozess – 1:0. Ein Traumstart für Werder Bremen, der das Weserstadion noch mehr als ohnehin schon brodeln ließ. Wenig später dann allerdings ein Schreckmoment: Holstein Kiel traf zum vermeintlichen Ausgleich. Der Treffer von Benedikt Pichler zählte jedoch nicht, weil der Angreifer der Gäste auf der linken Seite aus dem Abseits gestartet war (9.).

Werder Bremen gegen Holstein Kiel: Marvin Ducksch erhöht - aber Eigentor kurz vor der Pause

Werder Bremen übernahm danach wieder die Kontrolle, hatte deutlich mehr Spielanteile als der Gegner – und legte nach. Per Handelfmeter erhöhte Marvin Ducksch in der 23. Minute auf 2:0. Es war bereits das 20. Saisontor des Stürmers. Zuvor hatte Kiels Simon Lorenz einen Füllkrug-Kopfball gegen die Hand bekommen – Schiedsrichter Frank Willenborg zeigte nach Ansicht der entsprechenden Video-Sequenz sofort auf den Punkt. Alles im Griff, hier brennt nichts mehr an – dieses Gefühl hätte sich in der Folge durchaus breitmachen können im Weserstadion, allerdings tat Werder zu wenig dafür. Die Gastgeber nahmen das Tempo aus der Partie und machten bis dato harmlose, aber verbissen kämpfende Kieler damit wieder mutiger.

Zwar spielten sich die „Störche“ keine nennenswerten Torchancen heraus – der Anschluss gelang ihnen Sekunden vor dem Pausenpfiff aber trotzdem. Nach einem Eckball klärte Anthony Jung zunächst gegen Pichler auf der Linie, den zweiten Versuch von Kwasi Wriedt bugsierte Niclas Füllkrug dann unglücklich ins eigene Tor – 1:2 (45.+2). Mit dieser kalten Dusche ging es für Werder Bremen in die Kabine.

Werder Bremen gegen Holstein Kiel: Schock! Kiel dreht das Spiel - Bitterer Aufstiegs-Rückschlag

Durchgang zwei begann dann spektakulär: Zunächst rettete Werder-Torhüter Jiri Pavlenka in höchster Not gegen Wriedt (50.), danach verpassten es Agu (51.), Füllkrug (51.), Leonardo Bittencourt (54.) und Ducksch (62.) trotz bester Chancen, die Bremer Führung wieder komfortabler zu gestalten. Die Gäste blieben also im Spiel – und bestraften die Bremer Nachlässigkeit: Nach einer Flanke von Johannes van den Bergh bekam Jung während seines Rettungsversuchs gegen Wriedt den Ball ans Bein, von wo aus er zum 2:2-Ausgleich ins Netz sprang (71.). Zwei Eigentore in einem so wichtigen Spiel! Das zeigte Wirkung, denn Werder Bremen benötigte in der Folge einige Zeit, um sich zu schütteln und wieder den Vorwärtsgang zu finden.

Es blieb jedoch beim alten Problem: Der Ball wollte einfach nicht mehr über die Linie. Per Kopfball knapp neben den Pfosten vergab Füllkrug die nächste dicke Bremer Chance (81.), ehe es auf der anderen Seite so richtig bitter wurde: Nach einem Angriff über die linke Seite stellte Julian Korb die Partie endgültig auf den Kopf und traf zum 3:2 (85.), das für Holstein Kiel den Klassenerhalt bedeutete. Entsprechend groß war die Party im Gästeblock des Weserstadions, während im Bremer Lager große, große Enttäuschung vorherrschte. Weiter geht es für Werder Bremen nun am 8. Mai mit dem Auswärtsspiel in Aue. (dco) Lies dazu: „Wenn wir so spielen, steigen wir natürlich nicht auf!“ - die Stimmen zur Werder-Niederlage gegen Holstein Kiel!

Werder Bremen gegen Holstein Kiel: Lest den Spielverlauf im Live-Ticker nach

Der SV Werder Bremen im Live-Ticker gegen Holstein Kiel: Alle Tore, News und Infos aus dem Wohninvest Weserstadion - alles live im Liveticker der DeichStube. Aktueller Spielstand: 2:3

<<< LIVE-TICKER AKTUALISIEREN >>>

20.25 Uhr: Unglaublich! Werder verliert ein Spiel, das nach 23 Minuten eigentlich entschieden war. Ducksch und Füllkrug brachten Grün-Weiß auf die Siegerstraße, doch Holstein Kiel zeigte Moral. Angetrieben von dem Anschlusstreffer kurz vor dem Seitenwechsel zeigten die „Störche“ im zweiten Durchgang eine starke Leistung. Zwar hätte Werder eine seiner Chancen zum vorentscheidenden 3:1 nutzen müssen, doch die alte Fußball-Weisheit lügt nicht: Wer die Tore vorne nicht macht, bekommt sie hinten. Der SV Werder verspielt damit die Tabellenführung und rutscht hinter Schalke 04, das mit 2:1 in Sandhausen gewinnt, auf den zweiten Platz ab.

90.+4 Min: Das wars! Willenborg pfeift, es ist Schluss. Werder verliert erstmals seit elf Heimspielen wieder und kassiert eine bittere 2:3-Niederlage gegen Holstein Kiel!

90.+3 Min: Werder kommt nicht mehr gefährlich vor das Tor, Kiel dürfte dieses Spiel gewinnen.

90.+1 Min: Es gibt drei Minuten obendrauf.

90. Min: Der Ball wird aber von Kiel-Keeper Dähne aus der Luft gepflückt. Gelingt Werder jetzt hier noch der Ausgleich? Mit Blick auf den Aufstiegskampf, die Ergebnisse auf den anderen Plätzen und die Tabelle wäre das dringend nötig. Denn: St. Pauli führt weiter gegen Nürnberg und auch Schalke liegt in Sandhausen in Führung.

89. Min: Werder wirft nun natürlich alles nach vorne, aber zu einer Chance sind die Bremer seit dem Gegentreffer noch nicht gekommen. Jetzt gibt es mal einen Freistoß aus gefährlicher Situation.

87. Min: Nun könnte man sagen, dass Kiel durch den Treffer vor der Pause tatsächlich einen moralischen Vorteil hatte. Doch Werder haben sich nach der Pause genügend Chancen geboten, das Ergebnis auf 3:1 hochzuschrauben. Die beiden Gegentreffer haben die Hausherren nun verständlicherweise geschockt.

86. Min: Doppelwechsel bei Werder: Gruev und Agu verlassen den Platz, Woltemade und Dinkci kommen auf den Rasen.

84. Min: Tooooooor für Holstein Kiel. Das kann einfach nicht wahr sein. Kwasi Okyere Wriedt wird über links in den Strafraum geschickt und passt in den Rückraum. Der eingewechselte Arslan scheitert noch an Pavlenka, doch Julian Korb drückt den Abpraller aus wenigen Metern über die Linie. Unfassbar!

83. Min: Sollte das Spiel mit einem Unentschieden enden, wäre es für Werder das dritte Remis aus den letzten vier Heimspielen. Das könnte im Aufstiegskampf am Ende zu wenig sein.

82. Min: Übler Tritt von Korb gegen Felix Agu! Der Kieler senst den Bremer an der Mittellinie um und hat Glück, dass Willenborg hier nur Gelb zeigt.

81. Min: Füllkrug mit der Riesenchance! Schmidt bringt von rechts die Flanke, der Stürmer setzt sich am zweiten Pfosten durch - und köpft den Ball aus fünf Metern links neben das Tor. In Halbzeit eins hätte er den gemacht, jede Wette!

80. Min: Und Werder? Ist im Moment absolut geschockt vom Ausgleichstreffer der Kieler. Die Bremer sind zwar um Wiedergutmachung bemüht, allerdings fehlt gerade die zündende Idee.

79. Min: Holstein Kiel scheint nun richtig Gefallen gefunden zu haben an diesem Auswärtsspiel. Kwasi Okyere Wriedt bringt von rechts eine Flanke vor das Tor, Benedikt Pichler köpft den Ball jedoch direkt in die Arme von Pavlenka.

78. Min: Und die schlechten Nachrichten für Werder reißen nicht ab: Schalke hat in Sandhausen das 1:0 erzielt, St. Pauli das 1:0 gegen Nürnberg. Damit drohen die Bremer wichtige Punkte im Aufstiegskampf liegen zu lassen.

75. Min: Werder droht erneut am eigenen Chancenwucher zu scheitern. Agu und Weiser hätten für Grün-Weiß das 3:1 erzielen müssen, Ducksch scheiterte ebenfalls mit einer Großchance. Kiel dagegen präsentiert sich vor dem gegnerischen Tor eiskalt - wenn auch mit günstiger Mithilfe der Bremer.

74. Min: Ole Werner reagiert und bringt Niklas Schmidt für Romano Schmid. Ein 2:2 gegen Holstein Kiel ist im Aufstiegskampf definitiv zu wenig.

Werder Bremen gegen Holstein Kiel im Live-Ticker: Das nächste Eigentor - Jung trifft für die „Störche“ zum Ausgleich

72. Min: Werder verspielt nicht nur eine 2:0-Führung, offenbar war der Ausgleichstreffer auch noch ein Eigentor. Anthony Jung soll den Ball über die Linie bugsiert haben - wie bitter!

71. Min: Tooooooor für Holstein Kiel! Kwasi Okyere Wriedt trifft zum 2:2-Ausgleich für die „Störche“! Über links kommt der Ball zu van den Bergh, der den Ball an den Fünfer flankt. Dort ist der Kieler Stürmer eingelaufen und erzielt den Ausgleich!

69. Min: Da ist so ein schneller Gegenangriff! Der Ball landet am Ende bei Füllkrug, der aus halbrechter Position abzieht - doch der Schuss wird abgefälscht. Die anschließend kurz ausgeführte Ecke bringt nichts ein, weil Marvin Ducksch aus vielversprechender Position hinter das Tor flankt.

68. Min: Kiel hat in diesen Minuten gerade etwas mehr Ballbesitz und läuft mutig an. Das gibt Werder Räume - nun müssen die Grün-Weißen sie nur nutzen.

67. Min: Romano Schmid langt im Mittelfeld gegen Lewis Holtby zu und holt sich verdientermaßen die Gelbe Karte ab. Das war ein bisschen übereifrig vom quirligen Bremer Mittelfeldspieler.

65. Min: Wichtige Klärungsaktion von Nicolai Rapp: Kwasi Okyere Wriedt wird per Steilpass in Szene gesetzt, doch der Bremer Innenverteidiger ist vor dem Strafraum zur Stelle und klärt zum Einwurf. Der landet im Anschluss bei Holtby, doch dessen Distanzschuss geht deutlich am Bremer Gehäuse vorbei.

63. Min: „Alle aufstehen!“ Jetzt werden die Bremer Fans zur abendlichen Sporteinheit aufgefordert. Es wird im Takt gehüpft und gesungen, um den SV Werder zu unterstützen. Die Stimmung im Weserstadion ist bestens, auch wenn es bisher bei der knappen Führung bleibt.

62. Min: Marvin Ducksch hat das nächste dicke Ding auf dem Kopf! Anthony Jung flankt in den Strafraum, Ducksch köpft nach einer sehenswerten Flugeinlage auf das Kieler Tor - doch Thomas Dähne kratzt den Ball aus dem linken Eck. Starke Parade!

60. Min: Nächster Angriff von Werder: Bittencourt, der heute im übrigen sein 75. Spiel für Werder in der ersten und zweiten Bundesliga absolviert, flankt den Ball in den Strafraum, doch Kiel-Keeper Dähne schnappt sich das Leder vor dem heranfliegenden Füllkrug.

59. Min: Auf der anderen Seite flankt Reese den Ball in den Bremer Strafraum, doch Pavlenka ist da und fängt das Leder sicher ab. Die Partie kann durchaus als offen bezeichnet werden, auch wenn Werder eindeutig die besseren Chancen hat.

Werder Bremen gegen Holstein Kiel im Live-Ticker: Marvin Ducksch, Mitchell Weiser und Felix Agu verpassen die Vorentscheidung

58. Min: Wieder geht ein Raunen durch das Weserstadion, wieder muss hier eigentlich das 3:1 für Werder fallen. Anthony Jung flankt im Anschluss an die Ecke nochmal von links in den Strafraum, Mitchell Weiser taucht völlig frei vor dem Kieler Tor auf - und entscheidet sich für den falschen Fuß. Der Bremer Profi verpasst die Hereingabe so knapp, das Leder segelt unberührt durch den Strafraum.

57. Min: Nette Einlage von Mitchell Wieser, der mit einem Hackentrick eine Ecke für Werder rausholt.

56. Min: Rabiater Einstieg von Kiels Alexander Mühling gegen Ilia Gruev: Mühling will zum Ball, haut den Bremer Mittelfeldspieler aber um - und kriegt zurecht Gelb.

54. Min: Und Werder ist bemüht, dieser Aufforderung nachzukommen! Leonardo Bittencourt versucht es aus knapp 20 Metern, doch Kiel-Keeper Dähne kann den mäßig, aber hart geschossenen Versuch mit einem Arm parieren. Chancen im Minutentakt!

53. Min: Also wer seine Herztabletten jetzt noch nicht genommen hat, sollte das aber schleunigst tun. Der Auftakt in diesen zweiten Durchgang ist vielversprechend. Um nicht zu sagen, sogar relativ aufregend. Das darf gerne so weiter gehen!

51. Min: Was geht denn jetzt ab!? Das nächste dicke Ding, dieses Mal sogar gleich zweifach! Erst verpasst Felix Agu nach flacher Flanke von Mitchell Weiser das 3:1, weil er entscheidend gestört wird, dann köpft Niclas Füllkrug die anschließende Ecke über das Tor.

50. Min: Und auf der Gegenseite fällt fast der Ausgleich! Reese setzt Wriedt in Szene, doch der Kieler Stürmer scheitert freistehend an Pavlenka. Ganz starke Parade des Werder-Schlussmanns!

49. Min: Der nächste Abschluss! Ducksch flankt, Füllkrug köpft - aber neben das Tor! Beinahe das 3:1.

47. Min: Und Werder hat direkt die erste Chance! Ducksch schießt einen Freistoß aus halblinker Position direkt auf das Tor, Kiel-Keeper Dähne wischt den Ball zur Ecke.

46. Min: Willenborg pfeift zur zweiten Halbzeit an!

Werder Bremen gegen Holstein Kiel im Live-Ticker: Die zweite Halbzeit läuft

19.32 Uhr: Was mit dem bloßen Auge bereits zu vermuten war, ist nun auch offiziell bestätigt: Das Weserstadion ist mit 42.100 Zuschauern restlos ausverkauft. Das ist vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass in den letzten drei Spielen „nur“ der Heimbereich als ausverkauft galt. Die Gästefans aus Nürnberg, Sandhausen und Darmstadt hatten ihre Karten-Kontingente nicht vollständig ausgeschöpft, sodass ein paar Plätze leer blieben.

19.30 Uhr: Ein Fun-Fact am Rande: Der SV Werder Bremen hat in seiner langjährigen Zweitliga-Geschichte noch nie ein Spiel im April verloren. Das muss sich aus Bremer Sicht heute Abend nicht unbedingt ändern.

19.27 Uhr: Man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben, aber der Blick auf die Tabelle macht in diesem Moment schon ein bisschen Spaß. Weil es zwischen St. Pauli und Nürnberg sowie Sandhausen und Schalke jeweils 0:0 steht, hat Werder derzeit drei Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierten Schalker und sechs Zähler Abstand auf die Plätze drei und vier. Dort stehen zurzeit Darmstadt und eben St. Pauli.

19.24 Uhr: Dieses Gegentor könnte noch richtig teuer für den SV Werder werden. Die Grün-Weißen hatten Holstein Kiel mit einer Ausnahme, beim Abseitstreffer von Pichler, vollständig im Griff. Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch brachten dem Tabellenführer eine komfortable Führung, doch das Eigentor von Niclas Füllkrug sorgt dafür, dass die Kieler weiter im Spiel sind. Die „Störche“ könnten damit nun den berühmten moralischen Vorteil haben - im zweiten Durchgang wird sich zeigen, ob sie diesen auch in Tore ummünzen können.

Werder Bremen gegen Holstein Kiel im Live-Ticker: Niclas Füllkrug trifft kurz vor der Halbzeitpause ins eigene Tor

45.+3 Min: Dann ist Halbzeit im Weserstadion, Werder führt mit 2:1 gegen Kiel!

45.+2 Min: Toooor für Holstein Kiel! Und jetzt zählt der Treffer auch! Die Ecke wird am Fünfmeterraum nicht geklärt, Pichler kommt per Fallrückzieher zum Abschluss. Den Ball kann Anthony Jung auf der Linie klären, doch den Nachschuss von Kiels Kwasi Okyere Wriedt aus dem Rückraum fälscht ausgerechnet Werder-Stürmer Niclas Füllkrug ins eigene Tor ab.

45. Min: Und plötzlich hat Kiel die Chance auf den Anschlusstreffer! Über links wird der Ball in den Bremer Strafraum getragen, in der Folge kommt Mühling aus dem Hintergrund zum Schuss. Werder kann das Spielgerät mit Mühe zur Ecke klären.

44. Min: Kurz vor der Pause gibt es noch eine Gelbe Karte: Mitchell Weiser zerrt am Trikot von Benedikt Pichler und unterbindet damit einen schnellen Gegenstoß der Gäste. Taktisches Foul, die Entscheidung steht nicht zur Debatte.

43. Min: Kaum geschrieben, verliert Romano Schmid prompt den Ball. Doch Ilia Gruev ist da und nimmt Kiels Holtby das Leder wieder ab.

42. Min: Der Puls geht bei den Beteiligten aber schnell wieder runter, das Spiel dümpelt gerade etwas der Halbzeitpause entgegen. Werder hat viel Ballbesitz, sucht aber nicht zwingend den schnellen Weg nach vorne. Und Kiel hat offenbar nicht die Mittel, den Bremern den Ball abzunehmen.

40. Min: Aufregung an der Seitenlinie: Der Kieler Skrzybski geht mit offener Sohle in einen Zweikampf mit Felix Agu und trifft den Bremer hart am Fuß. Die Strafe folgt zwar nicht durch eine gelbe Karte, denn die lässt Willenborg in seiner Brusttasche stecken, dafür hat Agu dem Kieler in der Szene jedoch unabsichtlich ins Gesicht geschossen. Karma.

38. Min: Marvin Ducksch kommt durch sein Elfmetertor übrigens jetzt auf 20 Saisontreffer, Niclas Füllkrug auf 17 - damit haben die „hässlichen Vögel“ zusammen fast so viele Tore erzielt wie Holstein Kiel in der gesamten Saison (39).

37. Min: Jiri Pavlenka darf nach langer Zeit mal wieder den Ball berühren, der Bremer Keeper fängt einen brotlosen langen Ball der Kieler ab. Die Gäste haben ihre Angriffsbemühungen zwar nicht eingestellt, doch Werder verteidigt das runde Leder bei gegnerischem Ballbesitz gut vom eigenen Tor weg.

35. Min: Nächster gefährlicher Angriff von Werder: Agu stürmt über die linke Seite in den Strafraum und sucht den Abnehmer. An der Strafraumgrenze findet er Füllkrug, der den Ball nochmal auf Ducksch weiterleitet. Das Anspiel ist aber zu ungenau, sodass Kiel die Situation klären kann.

33. Min: Wieder steht Benedikt Pichler im Mittelpunkt, deshalb aber als gefoulter Spieler. Weit in der eigenen Hälfte wird er unsanft von Anthony Jung von den Beinen geholt und springt akrobatisch ab, nur um sich dann auf dem Rasen zu wälzen. Willenborg belässt es bei einer Ermahnung gegenüber Jung.

31. Min: Das Spielgeschehen hat sich inzwischen ein bisschen beruhigt. Den Gästen ist anzumerken, dass sie sich aufbäumen wollen, doch es fehlt an den nötigen Mitteln. Werder hat dagegen einen halben Gang rausgenommen und versucht, die Partie zu kontrollieren. Das gelingt bislang ohne größere Probleme.

28. Min: Zwingend wird Kiel aber zu selten. Stattdessen hat Werder die nächste Gelegenheit: Füllkrug schickt Ducksch mit einem langen Ball auf die Reise, doch das Leder ist unerreichbar und wird vom aus dem Tor geeilten Kiel-Keeper Dähne geklärt.

27. Min: Bislang ist das im Weserstadion eine einzige grün-weiße Party. Werder ist auf dem besten Weg, sich drei weitere Punkte zu sichern und einen Riesenschritt in Richtung Aufstieg zu machen. Aber Achtung: Holstein Kiel hat hier noch nicht aufgesteckt. Die „Störche“ sind bissig in den Zweikämpfen und versuchen sich weiter im Angriff.

25. Min: Kleine Schrecksekunde für Werder - Leonardo Bittencourt muss behandelt werden. Der Mittelfeldspieler kann aber offenbar weitermachen.

Werder Bremen gegen Holstein Kiel im Live-Ticker: Marvin Ducksch trifft per Elfmeter zum 2:0

23. Min: Toooooor für Werder!!!!! Marvin Ducksch schnappt sich den Ball und haut ihn aus seiner Sicht unten links in die Maschen. Kiel-Keeper Dähne war in die andere Ecke gesprungen.

22. Min: Elfmeter für Werder! Willenborg guckt sich die Szene am Bildschirm an, und Tatsache: Simon Lorenz hat den Arm weit abgespreizt und kriegt den Kopfball ganz klar an die Gliedmaße. Es gibt Gelb und Strafstoß.

21. Min: Und der dritte Angriff ist brutal gefährlich! Eine Flanke von Nicolai Rapp köpft Füllkrug aufs Tor, doch der Ball geht an den Außenpfosten. Doch Werders Stürmer ist außer sich - war da etwa die Hand im Spiel!?

20. Min: Werder belagert gerade etwas den Kieler Strafraum. Eine Bittencourt-Flanke wird zwar von Füllkrug abgelegt, doch die „Störche“ können zunächst klären. Der zweite Ball landet jedoch über Umwege bei Romano Schmid, dessen flacher Distanzschuss aus 25 Metern aber abgeblockt wird. Anschließend landet das Leder wieder bei den Bremern, die einen weiteren Anlauf unternehmen.

18. Min: Endlich mal wieder ein Abschluss von Werder: Die Bremer kombinieren sich einmal um den Strafraum der Gäste, ehe Felix Agu auf der linken Seite an den Ball kommt. Der Linksverteidiger legt sich das Leder auf den starken rechten Fuß, sein Schlenzer kommt aber direkt auf die Tormitte und ist kein Problem für Kiel-Keeper Dähne.

17. Min: Aufregung am Kieler Strafraum: Leonardo Bittencourt kommt nach einem langen Ball zu Fall, reklamiert obendrein ein Handspiel seines Gegenspielers. Schiedsrichter Willenborg interessiert das aber nicht die Bohne, das Spiel läuft weiter.

14. Min: Ilia Gruev hat offenbar Blut geleckt: Eine Woche nach seinem ersten Profi-Tor für Werder auf Schalke taucht der defensive Mittelfeldspieler dieses Mal im Kieler Strafraum auf. Marvin Ducksch setzt Gruev in Szene, doch der Bremer kann den Ball unter Bedrängnis nicht gefährlich aufs Tor bringen.

12. Min: Nächster gefährlicher Angriff von Holstein Kiel! Fabian Reese schickt Kwasi Okyere Wriedt in den Strafraum, dessen Flanke kommt über Umwege bei Benedikt Pichler an. Der Angreifer spielt den Ball mit der Hand, doch Schiedsrichter Willenborg pfeift nicht. Anschließend kann Werder den Ball zur Ecke klären, die dann aber nichts einbringt.

Werder Bremen gegen Holstein Kiel im Live-Ticker: Niclas Füllkrug trifft zur frühen Führung

10. Min: Spätestens jetzt ist im Weserstadion natürlich jeder Fan hellwach! Was für ein Auftakt, erst trifft Werder, dann Kiel - doch aus Bremer Sicht zählt zum Glück nur das erste Tor.

9. Min: Tooooor für Holstein Kiel!? Benedikt Pichler dringt über die linke Seite in den Strafraum ein, schießt ins kurze Eck und überlistet damit Jiri Pavlenka, der das Leder obendrein durch die Hände rutschen lässt. Doch Glück für Werder: Pichler stand beim Pass einen guten Meter im Abseits, der Treffer zählt nicht. Werder führt weiter mit 1:0.

8. Min: Jetzt will sich auch Holstein Kiel mal im Angriff versuchen, doch eine Flanke von Kwasi Okyere Wriedt kann Nicolai Rapp problemlos mit dem Kopf klären.

5. Min: Gleich die nächste Aktion der Bremer, Marvin Ducksch wird über die linke Seite in den Strafraum geschickt und holt eine Ecke raus - allerdings stand der Stürmer dabei im Abseits. Kiel hat demnach den Ball.

4. Min: Das ist natürlich ein Auftakt nach Maß für Werder. Doch es muss auch erwähnt werden, was für ein kapitaler Fehler da dem Kieler Stefan Thesker unterlaufen ist. Nur weil der Innenverteidiger beim Versuch, das Leder wegzuschießen, den Ball verfehlt, konnte Niclas Füllkrug überhaupt freistehend einschießen.

2. Min: Tooooooooor für den SV Werder!!!! Was für ein Start für die Grün-Weißen! Niclas Füllkrug trifft aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung! Felix Agu flankt den Ball von der linken Seite vor das Tor, Mitchell Weiser läuft durch und verlängert den Ball am Fünfmeterraum mit der Hacke. Weil Kiels Stefan Thesker über den Ball haut, kann Füllkrug mit Vollspann einschießen.

1. Min.: Willenborg pfeift, Grün-Weiß hat Anstoß - das Spiel zwischen Werder Bremen und Holstein Kiel läuft!

Werder Bremen gegen Holstein Kiel im Live-Ticker: Das Spiel läuft

18.29 Uhr: Jetzt laufen die Teams ein - bei besten Witterungsbedingungen. Die Sonne scheint, die Temperatur liegt bei 15 Grad. Es ist also alles angerichtet für ein hervorragendes Spiel.

18.28 Uhr: Die Stimmung im ausverkauften Weserstadion ist prächtig: Gleich laufen die beiden Mannschaften ein.

18.25 Uhr: Werder Bremen will heute die 1:2-Niederlage im Hinspiel wettmachen. In Kiel stand seinerzeit Werders U19-Coach Christian Brand an der Seitenlinie, weil Interimstrainer Danijel Zenkovic mit einer Corona-Infektion ausfiel. Am Montag nach der Niederlage bei den „Störchen“ verkündete Werder schließlich die Verpflichtung von Ole Werner als neuen Übungsleiter.

18.21 Uhr: Der Schiedsrichter der Partie ist heute übrigens Frank Willenborg aus Osnabrück. Der 43-Jährige leitete in dieser Saison bereits ein Spiel mit Bremer Beteiligung: Anfang Februar beim 2:1-Sieg der Grün-Weißen gegen den Karlsruher SC. Assistiert wird Willenborg im Weserstadion von Christian Bandurski (Oberhausen) und Fabian Porsch (Barsbüttel), vierter Offizieller ist Robin Braun (Wuppertal). Im „Kölner Keller“ sitzen die Video-Assistenten Tobias Welz (Wiesbaden) und Asmir Osmanagic (Stuttgart).

18.18 Uhr: Werder muss heute in der Dreierkette erneut auf eine Not-Abwehr setzen, da in Milos Veljkovic und Ömer Toprak weiterhin zwei Stamm-Innenverteidiger ausfallen. Die Aushilfs-Dreierkette um Nicolai Rapp, Marco Friedl und Anthony Jung zeigte in der vergangenen Woche auf Schalke allerdings eine bärenstarke Leistung. Den Fans muss also trotz der Ausfälle durchaus nicht Angst und Bange werden.

18.14 Uhr: Der Bremer Trainer, der gemeinhin auch eher als nüchterner Mensch beschrieben wird, zeigt sich im Sky-Gespräch vor dem Spiel allerdings begeistert vom Fan-Empfang der Werder-Fans. „Das war ein außergewöhnlicher Moment“, sagt Ole Werner. Die Unterstützung sei bereits in der Vergangenheit überragend gewesen, auch heute könne die Stimmung das Team beflügeln. Vergleiche zum Aufstiegskampf mit Holstein Kiel will der 33-Jährige aber nicht ziehen. Mit den „Störchen“ war Werner in der Vorsaison aus ebenfalls aussichtsreicher Position im Aufstiegsrennen gescheitert, doch in diesem Jahr „ist das eine andere Situation“.

Werder Bremen gegen Holstein Kiel im Live-Ticker: SVW-Trainer Ole Werner trifft auf seinen Ex-Club

18.10 Uhr: Ole Werner trifft heute auf seinen Ex-Club: Der Bremer Coach war bereits in seiner Jugend für Holstein Kiel aktiv, spielte anschließend auch in der U23 bei den „Störchen“. Von 2013 bis 2021 war Werner schließlich acht Jahre als Trainer in Kiel tätig, darunter drei Jahre als Übungsleiter der ersten Mannschaft.

18.05 Uhr: Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug, die beiden „hässlichen Vögel“ des SV Werder, haben in der Rückrunde mehr Tore erzielt als Holstein Kiel insgesamt in diesem Zeitraum. Das Stürmer-Duo kommt auf 22 Treffer, wovon Ducksch und Füllkrug je elf erzielten, die „Störche“ nur auf 19 Buden.

18.00 Uhr: Wer hat heute häufiger das runde Leder am Fuß? Mit Werder Bremen und Holstein Kiel treffen zwei Mannschaften aufeinander, die gerne viel Ballbesitz haben. Die durchschnittlichen Quoten von 57 Prozent (Werder) und 55 Prozent (Kiel) werden nur vom Hamburger SV (64 Prozent) übertroffen.

17.56 Uhr: Die „Störche“ spielen ihre schwächste Zweitliga-Saison: Kiel sammelte in den bisherigen 31 Spielen erst 39 Punkte, genauso viele wie in der Spielzeit 2019/20. Dennoch dürften die Gäste den Klassenerhalt in diesem Jahr bereits sicher haben, da der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 und Dynamo Dresden neun Punkte beträgt.

17.50 Uhr: Der SV Werder Bremen hat nur eins seiner 16 Pflichtspiele unter Trainer Ole Werner verloren (1:2 beim 1. FC Heidenheim). Zu Hause blieben die Grün-Weißen zudem in den vergangenen elf Heimspielen ungeschlagen (sechs Siege, fünf Unentschieden), die letzte Niederlage setzte es im Nordderby gegen den HSV (0:2). Auch dank dieser beiden Serien ist es den Grün-Weißen gelungen, sich aus dem Tabellenmittelfeld der 2. Bundesliga zu verabschieden und sich zum Favoriten im Aufstiegsrennen zu mausern.

17.45 Uhr: Die Fans des SV Werder Bremen sind schon heiß auf das drittletzte Spiel in dieser Saison: Knapp 4000 Unterstützer empfingen den Bremer Mannschaftsbus heute am Weserstadion und sorgten damit für eine Gänsehaut-Stimmung.

Werder Bremen gegen Holstein Kiel im Live-Ticker: Die Aufstellungen sind da

17.42 Uhr: Auf der Bank sitzen bei Holstein Kiel zunächst Gelios - Carrera, Koulis, Arslan, Porath, Sterner, Wolf und Arp.

17.40 Uhr: Im Vergleich zur Vorwoche und dem 1:1-Unentschieden gegen den 1. FC Heidenheim verändert Holstein-Trainer Marcel Rapp seine Aufstellung damit auf zwei Positionen: Anstelle von Ioannis Gelios steht Thomas Dähne im Tor der Kieler, Stürmer Benedikt Pichler rückt für den verletzten Aleksandar Ignjovski in die Startelf. Alexander Mühling rückt dafür bei den „Störchen“ wieder ins Mittelfeld.

17.37 Uhr: Holstein Kiel geht mit folgender Aufstellung in die Partie im Bremer Weserstadion: Dähne - Korb, Lorenz, Thesker, van den Bergh - Mühling, Holtby - Skrzybski, Reese - Wriedt, Pichler

17.32 Uhr: Im Vergleich zum 4:1-Sieg beim FC Schalke 04 nimmt Bremens Übungsleiter Ole Werner damit keine Änderungen vor. Auf der Bank sitzen bei den Grün-Weißen zunächst Zetterer - Chiarodia, Mai, Park, Mbom, Nankishi, Schmidt, Schönfelder, Assalé, Dinkci und Woltemade.

17.30 Uhr: Mit dieser Startelf geht Trainer Ole Werner in das Spiel gegen Holstein Kiel: Pavlenka - Weiser, Rapp, Friedl, Jung, Agu - Gruev - Bittencourt, Schmid - Ducksch, Füllkrug!

Bremen - Werder Bremen im Live-Ticker gegen Holstein Kiel: Anpfiff im Weserstadion ist um 18.30 Uhr, der Liveticker startet hier gegen 17.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News und Infos von der 2. Bundesliga - alles live im Liveticker der DeichStube.

Werder Bremen gegen Holstein Kiel - der Vorbericht:

Erst der Aufstieg, dann der Urlaub: Ole Werner will mit Werder Bremen auch gegen Ex-Verein Holstein Kiel nicht nachlassen

Der SV Werder Bremen empfängt mit einigen Verletzungssorgen Nordclub Holstein Kiel im Wohninvest Weserstadion (Freitag, 18.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). Nach dem furiosen 4:1-Sieg gegen Schalke 04 wollen die Grün-Weißen die Tabellenführung gegen den Ex-Club von Trainer Ole Werner unbedingt behalten und den nächsten Dreier einfahren. Der Vorbericht der DeichStube!

Ganz am Ende, da kamen die ganz harten Fragen. Ole Werner hatte die digitale Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Holstein Kiel (Freitag, 18.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker) eigentlich schon hinter sich gebracht, da musste der Cheftrainer des SV Werder Bremen noch eine Extra-Schicht einlegen. Aufgrund des Girls‘ und Boys‘ Days am Donnerstag hatten sich einige Nachwuchs-Journalisten eingeklinkt, die nun ihren großen Auftritt hatten – und so musste Werner urplötzlich über seine Urlaubsplanung sprechen. „Das ist eine sehr aktuelle und eine sehr gute Frage, die noch nicht abschließend beantwortet ist“, erklärte der 33-Jährige lachend. „Und sie hängt natürlich auch davon ab, wann die Saison bei uns beendet ist. Auf jeden Fall geht es ins Warme, irgendwo in Richtung Süden. Etwas anderes kriege ich nicht durchgesetzt, aber das ist mir auch selbst ganz lieb.“

Werder Bremen gegen Holstein Kiel - Ole Werner: „Das sind Momente, in denen man eine Gänsehaut hat“

Während einige Details also noch im privaten Rahmen ausbaldowert werden müssen, kann Werner die Suche nach dem richtigen Zeitpunkt der Abreise ganz wesentlich mit seiner Mannschaft beeinflussen. Rauscht der Tabellenführer nämlich ohne Umwege – also Relegation – zum Aufstieg, kann auch der Urlaub entsprechend früher beginnen. Die andere Option für einen baldigen Termin wäre ein Sturz aus dem Aufstiegsrennen, aber mit diesem Gedanken will sich an der Weser niemand wirklich anfreunden.

Seit dem berauschenden 4:1-Erfolg auf Schalke herrscht bei Werder Bremen ohnehin wieder eine besondere Atmosphäre. Die Euphorie ist endgültig zurück, zwischen Stadt und Team gibt es erneut diesen ganz speziellen Schulterschluss. „Es lässt mich nicht kalt, wenn uns tausende Fans vor dem Stadion empfangen. Das sind Momente, in denen man eine Gänsehaut hat und eigentlich will, dass das Spiel sofort losgeht“, erklärte Ole Werner. „Es zeigt, wie sehr die Menschen mit uns fiebern und uns diesen Erfolg wünschen.“

Werder Bremen gegen Holstein Kiel: „Es kann Fluch und Segen zugleich sein, keinen großen Druck zu verspüren“

Wenn alles gutgeht, dann dürfte hinterher mit ziemlicher Sicherheit davon gesprochen werden, dass Werder Bremen von der ganzen Stadt in Richtung Aufstieg getragen wurde. Doch was so einfach klingt, ist halt auch weiterhin mit viel Arbeit verbunden. Da mag es noch so schön klingen, dass es für Gegner Holstein Kiel nach dem nahezu perfekten Klassenerhalt um nicht mehr viel geht. „Es kann Fluch und Segen zugleich sein, wenn eine Mannschaft nicht mehr diesen ganz großen Druck verspürt“, warnte etwa Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball. „Von daher ist es umso wichtiger, dass wir die Situation richtig einschätzen.“

Auch Ole Werner rechnet fest damit, dass seine Spieler abermals bis an die Grenze oder darüber hinaus werden gehen müssen. „Holstein Kiel wird sich sicherlich nicht verstecken, hat viel Erfahrung auf dem Platz. Da kommt eine variable Mannschaft auf uns zu, die ihre Stärken im Ballbesitz suchen wird“, zählte er auf. „Wir müssen daher von der Schärfe her an das anknüpfen, was wir in der letzten Woche gegen Schalke gezeigt haben.“

Werder Bremen gegen Ole Werners Ex-Club: „Holstein Kiel wird sich nicht verstecken“

Und wer sollte besser Bescheid wissen als er, was die „Störche“ so können? Jahrelang war Ole Werner selbst dort im Einsatz. „Das ist der Verein, bei dem ich einen großen Teil meiner Laufbahn sowohl als Spieler als auch als Trainer verbracht habe. Diese Zeit und dieser Verein haben mich geprägt, dort habe ich die Dinge gelernt, die ich heute anwende“, schilderte er. Aber ob das wirklich ein Vorteil für Werder Bremen ist? „Ich kenne sicherlich viele Einzelspieler und generell die Arbeitsweise im Verein. Aber ich kenne den Trainer (Marcel Rapp, Anm. d. Red.) nicht genug, insofern mag es sogar so sein, dass eher in Kiel viele Personen wissen, wie wir arbeiten und Fußball spielen wollen.“

Vor knapp einem Jahr war der Coach des SV Werder Bremen tabellarisch schon einmal in einer vergleichbaren Situation. Nach einer insgesamt starken Saison träumten er und seine Kieler lange vom Aufstieg in die 1. Bundesliga, ehe doch noch die große Enttäuschung kam. Passieren soll ihm das nicht noch einmal. Der 33-Jährige baut bei allen Parallelen aber auch darauf, dass es wesentliche Unterschiede gibt. „Die Situationen sind insofern nicht zu vergleichen, da wir einen Spielrhythmus und ausgeglichene Wettbewerbsbedingungen haben, weil keine Teams in Mannschaftsquarantäne sind“, erklärte er. „Damals ging es eigentlich nur noch darum, wie man sich innerhalb von zwei Tagen auf ein Spiel vorbereitet und genug Leute zusammenkratzt, die annähernd 90 Minuten laufen können.“

Werder Bremen gegen Holstein Kiel - Ole Werner: „Ich werde mich darauf konzentrieren, den Platz als Sieger zu verlassen“

Die Corona-Pandemie hatte den Club von der Förde seinerzeit wie keinen zweiten in Deutschland erwischt, mehrmals musste der komplette Kader in die Isolation. Im Saisonendspurt gab es so ein Mammutprogramm aus Nachholspielen und regulären Partien, was lange gutging, ehe in der Relegation doch die Puste fehlte.

Seither ist viel passiert. Ole Werner verließ Holstein Kiel in der Anfangsphase der aktuellen Spielzeit, er arbeitet inzwischen an der Weser, sein früherer Arbeitgeber wollte dieses Mal einzig und allein den Klassenerhalt. Nun müssen für 90 Minuten Freundschaften ruhen. „Es gibt niemanden, auf den ich mich ganz besonders freue, denn zu vielen habe ich ohnehin noch regelmäßig Kontakt“, erklärte der Trainer des SV Werder Bremen. „Insofern werde ich meinen Job machen und mich darauf konzentrieren, dass wir den Platz als Sieger verlassen.“ Er hat da schließlich noch einen erholsamen Urlaub zu planen. (mbü)
 

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

BVB-Verteidiger Mateu Morey nach langer Verletzungspause zurück - und jetzt?
BVB-Verteidiger Mateu Morey nach langer Verletzungspause zurück - und jetzt?
BVB-Verteidiger Mateu Morey nach langer Verletzungspause zurück - und jetzt?
Fußball-Legenden eröffnen Ausstellung „Nacht von Sevilla“
Fußball-Legenden eröffnen Ausstellung „Nacht von Sevilla“
Fußball-Legenden eröffnen Ausstellung „Nacht von Sevilla“
Umtriebiger Salihamidzic arbeitet parallel an drei Transfers: So ist der Stand bei de Ligt und Co.
Umtriebiger Salihamidzic arbeitet parallel an drei Transfers: So ist der Stand bei de Ligt und Co.
Umtriebiger Salihamidzic arbeitet parallel an drei Transfers: So ist der Stand bei de Ligt und Co.