Trainer bleibt in Augsburg

Weinzierl sagt Schalke ab

+
Augsburgs Trainer Markus Weinzierl. 

Gelsenkirchen - Korb für Schalke 04: Markus Weinzierl hat den Königsblauen übereinstimmenden Medienberichten zufolge eine Absage erteilt.

Die Trainersuche geht weiter - von hitzigen Spekulationen begleitet.

Plötzlich war Markus Weinzierl bei Schalke 04 der Top-Kandidat, doch keine 20 Stunden später hatte sich das Thema bereits erledigt. Der Erfolgstrainer des FC Augsburg wechselt nicht zu den Königsblauen, er wird beim FCA bleiben und sich für seine gute Arbeit mit Spielen in der Europa League belohnen.

Die Schalker, auch mit Ach und Krach im Europacup und offensichtlich um einen Korb reicher, können sich bei ihrer Trainersuche wieder auf Marc Wilmots konzentrieren. Doch der ist teuer. Zu teuer?

Weinzierl klang eigentlich logisch, fast folgerichtig. Hier ein junger, deutscher, erfolgreicher Trainer, trotz Vertrages bis 2019 dank einer mündlichen Vereinbarung auf dem Markt, dort Schalke 04, groß, beliebt und traditionsbeladen, beinah verzweifelt auf der Suche nach einem Mann, der den Verein aus der Tristesse befreit.

Weinzierl, 40, wird nicht dieser Mann sein, das berichteten am Donnerstag Bild, Sport Bild und Sport1 in Übereinstimmung. Der FCA-Trainer habe Schalke nach intensiven Verhandlungen seine Absage übermittelt.

Mit Wilmots, 46, „Eurofighter“ und so automatisch Schalke-Idol auf Lebenszeit, ist das Problem ein anderes. Da der belgische Nationaltrainer beim Verband bis 2018 unter Vertrag steht, wäre wohl eine Ablöse von zwei Millionen Euro fällig. Hinzu käme ein Jahresgehalt von knapp vier Millionen Euro - das ergibt ein Paket von 14 Millionen für einen Dreijahresvertrag.

Die Spekulationen sind nach dem Scheitern Roberto Di Matteos hitzig, selbst für Schalker Verhältnisse. Der nächste Schuss sollte besser ein Treffer sein.

„Es ist Aufgabe der Medien, das Thema zu besetzen und ihr gutes Recht, zu spekulieren. An diesen Spekulationen werde ich mich aber weder beteiligen noch einzelne Namen kommentieren“, sagte Heldt am Mittwoch in einem Statement auf der Vereinshomepage: „Fakt ist, dass wir derzeit Gespräche mit fachlich hervorragend geeigneten Trainern führen. Diese Gespräche finden aber allesamt hinter geschlossenen Türen statt. Wir werden uns hierzu äußern, wenn es etwas zu verkünden gibt.“

Das gibt es nicht, und so wird es wohl mindestens bis Freitag bleiben. Dann spielt Belgien in der EM-Qualifikation in Wales - anschließend, so hat Wilmots es angekündigt, werde er sich zu seiner Zukunft äußern.

Als Profi absolvierte Wilmots von 1996 bis 2000 sowie 2001 bis 2003 insgesamt 173 Bundesligaspiele für Schalke, beim UEFA-Cup-Triumph 1997 verwandelte er den entscheidenden Schuss im Elfmeterschießen des Finales gegen Inter Mailand. Von März bis Juni 2003 war er schon einmal Interimstrainer bei den Königsblauen.

„Willi, das Kampfschwein“, wie sie ihn riefen, besitzt bei den Fans Kultstatus. Jedoch ist auch das Amt bei den Roten Teufeln attraktiv: Wilmots hat gute Chance, mit den Belgiern bei der EM 2016 in Frankreich um den Titel mitzuspielen.

SID

Kommentare

Meistgelesen

Podolski-Abschied: „Mir als Regisseur wäre das zu kitschig“
Podolski-Abschied: „Mir als Regisseur wäre das zu kitschig“
Europa-League-Auslosung im Ticker: Schalke trifft auf Traditionsklub
Europa-League-Auslosung im Ticker: Schalke trifft auf Traditionsklub
Ticker: Podolski sagt „Tschö“ mit Traumtor
Ticker: Podolski sagt „Tschö“ mit Traumtor
CL-Auslosung: Hammer-Los für FCB - „Spezielle Spiele“
CL-Auslosung: Hammer-Los für FCB - „Spezielle Spiele“
"Global Player" Schweinsteiger geht in die USA
"Global Player" Schweinsteiger geht in die USA